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Mittwoch, 27. August 2014

Tacheles ist jetzt in den Archiven der Kunstgeschichte angekommen...


(Bild: Treppenhaus des Kunsthauses Tacheles)

Das Tacheles in seiner ganzen Widersprüchlichkeit ist nunmehr in der Kunstgeschichte angekommen. Alle Kataloge und ausgewählte Plakate sind von der Staatsbibliothek der Stiftung preußischer Kulturbesitz übernommen worden. Außerdem sind alle Kataloge in der Landesbibliothek der Stadt Berlin einsehbar und archiviert. Künftige Generationen von Kulturwissenschaftlern können die Arbeit der Künstler an der Oranienburgerstrasse in der Zukunft bei oben genannten Institutionen nachschlagen.

Die Kreativen die den Ort und das Konzept Tacheles ausmachten sind in den über 50 Katalogen und Broschüren dokumentiert. Nicht die Schreihälse der Bierdealer oder "Lebensg(k)ünstler" finden sich in den Schrift und Fotowerken wieder, sondern die Projekte künstlerischer Höhen- und Tiefpunkte sind Inhalt der Tacheles Publikationen. Programmhefte und Plakate dokumentieren die Ausstellungs- bzw. Aufführungspraxis der Kunstruine.

Wer das Tacheles nicht als Spielball abseits von provinzionellem Hauptstadtmedientheater bzw. Kleinstgewerbetreibenden und den daran anschließenden Gerüchteküchen nachvollziehen will, ist gut beraten die Schrift- und Bildwerke des Tacheles in den Bibliotheken zu studieren. Hunderte Künstler die das tatsächliche Kunsthaus ausmachten sind an dieser Stelle dokumentiert und erzählen eine Geschichte des Aufbruches und der Kunst in den ersten 22 Jahren des wiedervereinigten Berlins.

Die Künstler stellen nach wie vor in aller Welt aus, auch der Kulturaustausch mit Belarus geht ungebrochen weiter. Die nächste Schau mit Künstlern die auch im Tacheles arbeiteten ist ab 12.09.2014 in Altenburg. Barbara Fragogna, eine der letzten Kuratorinnen des Tacheles, stellt zur Zeit in New York aus, NurSchrec! bespielt Potsdam Babelsberg, Alexander Rodin und Mitrich verunsichern zur Zeit die weissrussische Provinz, der Berliner Bürgermeister ist dann doch zurückgetreten und die Kunst geht weiter.

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Mittwoch, 20. August 2014

Ägypten 2014 - der einsame Nil

Ägypten, das Land am Nil, der Boden aus dem der Monotheismus erwuchs und die Kunst seit über 4000 Jahren über sich hinauswächst.
Dieser Tage ist eine Fahrt in der alten Pharaonen Reich besonders lohnend. Keine Touristenströme, freundliche Menschen und der heisse Wind der Sahara lassen Gefühle von einer Expedition ins Unbekannte aufkommen.
Für Ägyptens Wirtschaft ist die Medienhysterie die die Wohlstandsvölkerwanderer fernhält eine Katastrophe. Kein Tourismus - kein Geld - mehr Armut - mehr Unzufriedenheit - mehr Radikalinskis etc. etc.
Abgebrannte Parteizentrale des Hosni Mubarak - Kairo 2014 - nur langsam erholt sich das Land von den Wirren der Revolutionen, Reaktionen, Aufständen und der verlogenen Politik des "entwickelten Westens". Die Konsumfaschismus-Doktrin des letztlich klassisch daherkommenden Feien-Markt-Imperiums "Divide et impera", hält das Öl billig und fördert religiösen Wahn der zu profitablen Interventionszwecken für eben den freien Westen instrumentalisiert werden kann.
Des einen Freiheit ist des anderen Knechtschaft, das war auch schon vor 4500 Jahren, zu Zeiten der alten (ägyptischen) Reiche so.
Theben-West vom fruchtbaren Nil-Tal übergangslos in die sengende Steinwüste-Bergdorf am Weg zum Tal der Könige
Horusstatue am Al-Bahari-Tempel der Pharaonin Hatschepsut (Theben-West/Luxor).
Der mehr als kompetente Fremdenführer Hany Helmy aus Kairo erklärte die Grundbegriffe der Alt-Ägyptischen Kunst und Schriftzeichen in pointiertem Vortrag und verstand es Dinge in die Betrachtung miteinzubeziehen an denen man, ob des begrenzten Zeitbudgets, normalerweise einfach nur vorbei geht.
Hany vermittelte auch ein Bild des modernen Ägyptens und der Probleme die das Land am Nil nach wie vor in Atem halten.

Der Assuanstaudamm versorgt seit 1971 das Land mit Energie und ist verantwortlich für die Mehrerträge der Landwirtschaft entlang des Stromes.
Ein 512 Kilometer langes Süßwassermeer, der Nassersee (Assuanstausee) reguliert die Wasserwirtschaft am Nil und bringt dadurch bis zu drei Ernten im Jahr.

Ein nubisches Dorf bei Assuan - durch die Umsiedlung im Zuge des Staudammbaus "neu" errichtet.
Abu Simbel - Ramses II & Ramses II & Ramses II & Ramses II - ein durchaus unbescheidener bauwütiger Pharao.
Beinah alleine in den Abu Simbel Tempelanlagen genug Zeit, Ruhe und Muße um die Skulpturen und Wandreliefs zu studieren.
Die ca. 3300 Jahre alte Kunst beeindruckt vor allem durch ihre Perfektion und in der Starre idealisierte Lebendigkeit/Geschmeidigkeit.
Die Rettung der Tempel vor den ansteigenden Fluten des Nasserstausees erfolgte in nur 4 Jahren zwischen 1964 und 1968.
Die Reliefs sind bunt, die alten Ägypter liebten das Farbenspiel, hier ein Beispiel aus dem Esana Tempel.
Leider kommen die Restaurierungsarbeiten nach der Dunkelheit der Muslembruder-Herrschaft erst wieder langsam in Gang.
Statuenfragment aus schwarzem Granit im Karnak Tempel zu Luxor.
Statue Karnaktempel: Die Oberfläche der Skulptur ist derart fein gearbeitet, dass man sich die Frage stellt wie dies vor über 3000 Jahren nur unter Verwendung von Steinmeißel möglich war.
Die bunten Reliefs der Haupttempelkammer sind nach 3300 Jahren immer noch farbenfroh.
Da kann einen schon der Neid fressen, ob meine Farben auch so lange halten, am besten ich vergrabe mal ein paar Kunstartekate für die nächsten zweitausend Jahre hinterm Haus...
Der Tempel der Mut wird gerade restauriert. Glücklicherweise luden mich die Arbeiter in den abgesperrten Bereich ein und zeigten voller Stolz die prächtigen Reliefs. Da kaum Touristen anwesend waren hatten die Restauratoren Zeit und Laune ihre Arbeit zu zeigen.
Hatschepsuts Obelisk in der Karnakanlage zu Luxor, der dem Obeliskenklau des 18 und 19 Jahrhunderts entgangen ist. (Große original ägyptische Obelisken stehen heute außer in Luxor und Rom noch je einer in Heliopolis, Kairo, Istanbul, Paris (Obelisk von Luxor), London (St. George's Circus), New York (Central Park), Wimborne Minster (Kingston Lacy), Urbino, Florenz, München, Catania und Caesarea Maritima. Je ein kleiner befindet sich in Luxor und in Durham. Die Obelisken in London und New York, die sogenannten „Cleopatra's Needles“, standen ursprünglich gemeinsam vor einer Pyramide und sind identisch. Der sogenannte Obelisk von Luxor in Paris ist 23 Meter hoch, sein Gewicht beträgt 258 Tonnen.
Im Luxor Tempel von Ramses dem II haben im Mittelteil die Muslime ihre Moschee darübergestülpt und das "Allerheiligste Tempelkämmerlein" wurde selbstredend von den Christen überputzt und übermalt. Relgiöser Eifer und gewalttätige Dummheit waren auch vor 1500 bzw. 1000 Jahren für die "kleinen Männer" das Gebot der Stunde.
Die Figurengruppe aus Alabaster erinnert in der Weichheit ihrer Oberfläche an Michelangelos Pieta.
Die fast 20 Meter hohen Ramses der II Statuen aus schwarzem Granit sind an den Seiten seines Thrones mit fein ziselierten Reliefs versehen.
Auch die weichen Oberflächen der Statuen aus Granit zeugen von höchster Kunstfertigkeit mit Steinmeißel und über 3000 Jahre in der Vergangenheit. Hrdlicka hätte seine Freude gehabt...
Am Edfu Tempel zieren 15 Meter hohe Reliefs (im Bild Horus) die Pylonen des Eingangsbereiches
In jeder Ecke des Karnak Tempels gibt es großartige Statuen zu sehen, speziell die Standbilder mit ihren Beschädigungen durch den Lauf der Geschichte haben einen eigenen Zauber.
Ein Sphinx von vielen in der ca. 3000 Meter langen Sphinxpromenade vom Karnak Tempel zum Luxor Tempel des Ramses des II.
Säulenhalle des Luxortempels mit vielen Ramses Standbildern.
Schwarzer Granit fein gearbeitet und mit einem, in der Mittagssonne besonders hervorstechendem Muskelspiel. Übergang von der Sphinxallee am Eingang zum Luxortempel.
Impressionen von Karnaktempel abseits der Hauptachse der Anlage.
Deir el-Bahari Tempel von Hatschepsut bzw. ihrem Sohn Tuthmosis III- Theben West.
Die Memnonkolosse, 22 Meter hoch, wachen über die Zufahrt zur Totenstadt in Theben West. In Altägypten waren sie Teil einer riesigen Tempelanlage die heute noch überall in der Gegend am Boden nachgelesen werden kann.
Sphinxgalerie im Eingangsbereich des Luxortempels.
Ramses der II - Karnaktempel, wieder an die 15 Meter hoch, feinste Granitskulptur mit unglaublicher Detailliebe dem Stein abgerungen.
Fast alleine besuchten wir den Karnaktempel, dieser Tage ist es ein einsamer Nil, eine der Haupteinnahmequellen der Ägypter, der Tourismus befindet sich in einer schweren Krise. Durch die Wirren der sogenannten Revolution und dem Medienbrei im Westen fürchten viele eine Reise an die Wurzeln unserer angeblichen Zivilisation. Ägypten ist aber sicherer wie jedes Autobahnkreuz in Europa, und obwohl der Massentourismus als Konsumistenvölkerwanderung eigentlich abzulehnen ist, ist eine Reise an den Nil nicht nur ein Vergnügen sondern bei richtigem respektvollem und bescheidenem Verhalten auch ein Kulturaustausch für beide Seiten - also hinfahren...
Obelisk und sitzender Ramses, der zweite Obelisk des Luxortempels wurde nach Rom verbracht.
Dass der westlichen Demokratie der Kaufkräftigeren so mancher Rücken zugedreht wird darf nicht wundern. Genau so wie in unseren Breiten die gefühlten Verlierer des "Systems" zu rechten, einfachen und gewalttätigen Lösungen greifen - so greifen dort die tatsächlichen Verlierer des globalen Verwertungswahns nach rechten, einfachen und gewalttätigen Strategien. Ob Neofaschist der AFD, Schmalspurnazi in ländlichen Gebieten Europas oder religiöser Wahn in den kargen Ländereien der Wüsten Vorderasiens und Afrikas die Unzufriedenheit mit den sozialen Bedingungen treibt die Menschen in Gewalt und Schlimmeres. Sozialer Frieden beginnt mit Bildung, Einkommen und Gerechtigkeit, das wusste schon so mancher Pharao und ließ gegen guten Lohn lieber Tempel bauen anstatt Kriege zu führen.
In der Wüste werden die Schatten lang, drei Stunden Ausritt in die Steinwüste am roten Meer.
Marhaba Welcome Stable Hurghada eine kleine Viehzucht am Rande der Touristenhölle Hurghada bietet günstigst Ausrittmöglichkeiten in die Steinwüste.
Zum Abschied reiteten wir in den Sonnenuntergang wie im Kitschalbum...

(Fotos: Mara Dreher-Reiter)

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Samstag, 19. Juli 2014

Das Rad der Künste und anderes sinnentleertes Zeug


(Bild: Berliner Liegenschaftspolitik unter Mithilfe des Kulturmanagertums..."Die Künstler werden es schon reparieren, dann zocken wir sie ab, vertreiben sie und sagen: Wir alleine haben es vollbracht..." - Aber zurück bleibt dann doch nur eine sinnentleerte Wüste...)

Das Hamsterrad der Künste, der sogenannte Rat für die Künste hat - wieder einmal - einen Brief versandt. Leider ist der Brief nicht so leicht auf der Seite des angeblichen Rates der angeblichen Künste zu finden, darum hier der Link zu der effektiver funktionierenden Verlinkung der Linken. Wie uns der "Webauftritt" des Rates der Günste zeigt, ist es dann doch nicht soweit her mit einer Vertretung der Künstler. Die Seite ist ein Beispiel dafür, wie man Aktion simuliert, um dann doch nicht in Aktion treten zu müssen.

Berlin hat seit 1994 einen Ra(d)t für die Künste, in dem sich die üblichen Verdächtigen in regelmäßiger Eintracht zu "Räten" für die Künste wählen lassen. Pseudodemokratisch ist von Beginn des Kunstra(d)tes an jeder Anwesende bei den Wahlen zur Stimmabgabe berechtigt. Selbstredend eröffnet sich jedem Ra(d)tmitglied dadurch die Möglichkeit, eigenes Stimmvieh zu mobilisieren, um so seinen Platz im Ratsgremium auf ewig zu sichern. Der Rat für die Künste ist somit ein Kluturmanagerkonglomerat, dass sich erstmal um seinen Selbsterhalt kümmert und in der logischen Folge seine oder ihre Kulturinstitutionen bedient und schützt. Der Zugang zu den Töpfen der öffentlichen Förderung wird damit durch eine Art private Kulturverwaltung besetzt, die Kunst selbst und ihre Protagonisten, die Künstler, stehen außen vor und dienen letztlich als Dekoration bzw. Feigenblatt. Zusätzlich zur öffentlichen Kulturverwaltung etablierte sich so eine selbsternannten private Kulturverwaltung die dem Peterprinzip folgend, Kultur verwaltet aber eben nicht entwickelt oder gar weitertreibt, als Folge davon stirbt die Kunst und mit ihr die Kultur.

Im oben erwähnten offenen Brief des "neu gewählten" Langzeit-Seilschafts-Künste-Rates an den Langzeit-Seilschafts-Bürgermeister von Berlin wird die Tragödie der Kunst besonders transparent. Einerseits wird der amtsmüde Regierende gelobt, andererseits wird "der Niedergang zahlreicher Kulturorte aufgrund einer entfesselten Immobilienwirtschaft" kritisiert, um dann den Regierungschef von Berlin auffordernd zu bitten, von seiner "Richtlinienkompetenz" gebrauch zu machen, um wenigstens ein kleinbisschen von den öffentlichen Liegenschaften der Kultur zur Verfügung zu stellen. Daneben wird - in der alles andere als wirklich prosperierenden deutschen Hauptstadt - von wachsender Stadt und der "Kreativbranche" als Zuhälter der "Tourismusindustrie" fabuliert. Kulturinstitutionen die gerade nicht vom "Rädern für die Künste" unterstützt wurden, werden als Beispiele bemüht ohne zu bemerken, dass die perfide Strategie des scheibchenweise-kleinmachens eben erstmal die erwischt, die sich nicht den Seilschaften anschließen und dann die Seilkumpane selbst. Am Ende erwartet man dann noch eine Antwort auf derlei unausgegorenen Ausfluss.


(Bild: Das Rädern der Künste wird wiederentdeckt...)

Als hätte Walter Benjamin nie existiert und der freie Markt wäre eine gottgegebene kosmische Konstante, findet sich in der holprigen Epistel kein Wort zu Experiment, Freiraum oder Kritik an neufreuheitlichem Verwertungswahnsinn. Nicht die Immobilienwirtschaft ist das Problem, sondern unsere Form des Wirtschaftens insgesamt, die Sache mit den Immobilien ist da nur ein Symptom. Nicht machtlose Politiker sind das Problem, sondern eine hysterisch-mörderische Verwertungslogik, der zumindest die Kunst Argumente entgegensetzen könnte, würde sie nicht vom selbsternannten Managertum gleichsam gerädert. In einer Gesellschaft des Rechtes des Skrupelloseren, das die Selbstbedienung an öffentlichen Geldern zur Kunst erhebt, um in schrumpfenden Städten eine "Wachsende Stadt" zu imaginieren, kann es keine ökonomischen und räumlichen Überlebensbedingungen für Kunst und Kultur im Sinne der Aufklärung und Moderne geben. Alle die, die da überleben sind die, auf die die Künste eigentlich auch gut und gerne verzichten könnten, nämlich die, die durch ihr Handeln versuchen, das Kreative zu kanalisieren und für sich zu instrumentalisieren ohne auf das größere Ganze Rücksicht zu nehmen.

So wurde in den vergangenen Jahren aus Berlin eine Karikatur seiner selbst, und die Künstler verlassen die Stadt. Sie wollen eben nicht gerädert werden von den Knechten einer Obrigkeit, die auch nur gerne an Töpfen lutschen die eigentlich an anderer Stelle dringend benötigt würden. Musikboard und Filmboard zur Günstlersubventionierung wurden installiert, schon schreit auch die Schneiderzunft nach einem Fashionboard, Selbstbetrugs-Surfer-Boards als eine Art Hartz IV für Halbkreative, um die Haut derselbigen zu retten. Eine Form von verlogenem "freien" Markt, bei der man sich vorgaukeln kann, wichtige Kulturarbeit zu leisten ohne den unmenschlichen kulturlosen Gesetzen des tatsächlichen Marktes ausgesetzt sein zu müssen. Selbstbetrug ist wohl eine der verbreitesten Erscheinungsformen des zeitgenössischen Seins auch, oder gerade besonders, im Kultursektor. So gesehen muss man sich gegen die Subventionierung von Kultur aussprechen, sobald diese, wie im vorliegenden Fall, nicht mehr den Künsten dient, sondern ausschließlich den Telefon(Handy)-Desinfizierern deren einzige Geistesarbeit darin besteht, ihr eigenes Auskommen mit den Leistungen von anderen zu sichern.


(Bild: Alexander Rodin.."Opfer der Kunst" Öl auf Leinwand 2012)

Die Kunst muss wie in grauer Vorzeit ihre Räume selbst erobern ganz ohne Pferdebändiger und Respekt den Herrschenden und ihrer Speichellecker gegenüber. Anders geschrieben, trotz fremder Federn kommt nicht jeder als originaler Indianer daher. Nicht nur das freie, wahnsinnige Spiel der Kräfte durch angebliche Netzwerke, die doch nur Seilschaften sind verwässern den Kulturbegriff, sondern vor allem die Legionen von Mitessern die im Namen der Kultur sprechen oder beraten schlagen einen weiteren Nagel in den Sarg dessen was wir bis jetzt für Kultur gehalten haben, die Dialektik der Aufklärung schlägt ein weiteres mal brutal zu. Wenn schon, denn schon: Kunzt muss die Welt verändern und nicht sinnentleerte Räder für die Künste am Leben erhalten.

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Freitag, 18. Juli 2014

R&R der Rolls Royce der Kunst in Potsdam

Der Kunst ihren Raum - ihre Freiheit und ihre Kohle
Das Atelier ist immer zu klein - her mit eurem sinnentleerten Leerstand ihr Immobilenbesetzer die meinen Besitzer sein zu müssen und das dann doch nicht vermietet bekommen.....

Es gibt auch gute Investoren die lassen Künstler und Menschen ungeschoren, sie genießen das Gemeinsame und haben Freude am Leben.


Alexander Rodin im Tacheles Archiv zu Potsdam...

malen-diskutieren-wahrnehmen und das Arbeiten genießen.....

Alexander Rodin in Potsdam - Kulturaustausch kann so einfach sein...

Öl auf Leinwand im klassischem Brauchtum - "the Heart" ca. 3m x 2m - verkaufbare Kleinformate sind out, inhaltsschwangere unverkäufliche Großformate sind in....





smarte dinge sind gefährlich

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auch der R2 tut wieder was - und wenn er Löcher ins Universum bohrt.....

das loch

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Roboterbau - Mutantenforschung und Zukunftsdesign versteht sich von selbst...




Die Drohnen werden niemanden belohnen - oder warum der NSA nicht das Problem sondern nur das Symptom ist...Künstler wider dem Kontrollwahn.....weg mit den kleinen Männern denn sie lieben das schnüffeln...

Drohnen im Rahmen der Kunst sind besser, als Kunst im Rahmen der Drohnen...

Wer die Welt kontrollieren will sollte zum Arzt...in diesem Sinne..."Kunzt muss die Welt verändern 2014"

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