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Mittwoch, 30. November 2011

STIFTEN GEHEN

(Bild: Schwarz Roter Koalitionsvertrag liest sich wie die Anleitung zur Rettung des Tacheles/Berlin - Freude und Frohsinn kommen auf??!!)


Stiften gehen 2011/2012

Zitat:
Berliner Koalitionsvertrag 2011 (Schwarz/Rot)
"Berliner Perspektiven für starke Wirtschaft, gute Arbeit und sozialen Zusammenhalt"
aus Kapitel 7
Familienfreundliches Berlin: Allen Generationen ein Zuhause
"Berlin bekennt sich zu einer Kultur des bürgerschaftlichen Engagements und befördert diese. Bürgerengagement ist eine wichtige Säule der Zivilgesellschaft und der Demokratie. Wir werden es weiter unterstützen und ausbauen. Besonders die Stiftungskultur wollen wir fördern."........Zitat Ende

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Na dann??---da wir ja zur Zeit erleben wie sich starke Wirtschaft und sozialer Zusammenhalt gegenseitig ausschließen bzw. vernichten, versuchen wir Künstler vom Tacheles zumindest gute Arbeit zu leisten und eine Stiftung zu gründen.

Stiftung Tacheles ist

1.Erhalt, Sicherung und Ausbau des Kunsthauses Tacheles/Berlin als selbstverwalteter Produktions- und Präsentationsort der zeitgenössischen Kunst und Denkfabrik für neue Technologien und Kulturtechniken, insbesondere Städtebau und Stadtplanung, sowie ihre sozialen und kulturellen Implikationen. Tacheles als Spielort für die freie Theater- und Tanztheaterszene und ihre internationalen Netzwerke.

2.Durchführung von Ausstellungen, Symposien, Kunst- und Kulturaustauschprojekten auf internationaler Ebene, Gründung der Tachelesschule, Austauschprojekte ihm Rahmen des internationalen Lehr- und Wissensschaftsbetriebes.

3.Förderung von zeitgenössischer Kunst aller Sparten und Technolgieentwicklung, Erforschung und Aufarbeitung der sozialen Auswirkungen einer kulturindustriell und Technologie geprägten paralamentarisch/demokratischen Konsumgesellschaft.

Sie sind gefragt -- stiften JETZT..... für ein familienfreundliches, sparten- und nationenübergreifendes Kunsthaus in der Mitte Berlins. Tacheles bekennt sich zu einer Kultur des menschlichen Engagements und befördert diese. Bürgerengagement ist eine wichtige Säule der Zivilgesellschaft, der Demokratie und der unabhängigen Kunst.

Nur ein finanziell selbstständiges Kunsthaus kann kreative Prozesse wirklich gewährleisten.

Die Industrialisierung von Kreativität ist unter keinen Umständen möglich, der Versuch alleine zerstört jeden kreativen Ansatz nachhaltig*. Da nicht die Protagonisten des "Neuen, Kreativen, Innovativen etc. etc." ihr Tun und Schicksal bestimmen sondern eine inkompetente weil themenferne, profitgetriebene Verwalterklientel aus dem sogenannten Kulturmanagement, gescheiterten kreativen Kreisen und Geschäftemachern. Dies Konzept war aus den achtziger Jahren kommend, nie lebensfähig und ist es unter den heutigen Bedingungen einer real existierenden Krise aller Märkte noch viel weniger. Zu einer "Kunst-Spekulationsblase" dient es auch nur sehr unzulänglich, da neue Künstler nicht glaubwürdig bewertet werden können und damit Wertsteigerungen zur Glaubensfrage verkommen.

Kunst ist keine Dekoration sondern Ergebnis von Wahrnehmung und Reflektion, die Dekorationsparty der Neunziger und Nuller Jahre ist vorbei. Galeristen und Kreative verschwinden reihenweise von den ebenfalls rasch verschwindenden (Kultur)Märkten. Das Gemeinwesen in Form des überholten Nationalstaates hat diese Abwärtsspirale noch beschleunigt, mit einer Politik des Privaten und Deregulierens zur Begünstigung von schnellen, nicht tragfähigen Großkonzernstrukturen**.

Gerade in der Kunst- und Kulturentwicklung einer Gesellschaft ist es von allergrößter Wichtigkeit, dass eben NICHT die Unterhaltungsindustrie und Showabteilung die Bedingungen über Billigmärkte ("Geiz ist geil" egal wie blöd wir sind ....) diktiert. Und genau aus diesem Grund gibt es seit fast zwei Jahrzehnten kein bahnbrechendes Stück, Kunstwerk oder Literaturerzeugnis mit dem Potential eines Jahrhundertwerkes. Merkwürdig ist das bei so vielen Künstlern wie noch nie in der Menschengeschichte so wenig Kunst rauskommt.

Die Selbstorganisation von Kunstzusammenhängen ist der einzige Weg Neues zu generieren und in diesem Sinne ist die Tacheles Stiftung angelegt. Außerdem spricht für diese Idee, dass sogar die Kulturverwaltung Berlin`s die C/O Fotogalerie mittels einer Stiftung nach Tacheles Vorbild retten will.

Gemeinnützige Stiftung jetzt - Treuhänderkonto:

RAK Stiftung Tacheles
Kontonummer: 8853359034
Berliner Volksbank BLZ 10090000
IBAN: DE31 1009 0000 8853 34
BIC: BEVODEBB

DIE KUNST WIRD DEN FINANZMÄRKTEN NICHT WEICHEN!

*/**
*Die sogenannte Kulturindustrie ist kein Teil der neoliberalen Erfindung"kreative Industries". Kreative Industries ist letztlich gar nie definiert worden, sondern nur ein dehnbarer Begriff, der je nach Klientel für die unterschiedlichsten Argumente eingesetzt wird. Einer seriösen Überprüfung hält diese krude "Konzept" nicht stand, es handelt sich um einen üblen Öffentlichkeitsmanipulationsmechanismus.

**Die Politik und damit die Staaten haben sich aus der Kunst und Kulturförderung verabschiedet. Das Privatisierungsmodell des Sponsorings und PPP (in Kulturgroßprojekten ganz besonders destruktiv---...der "Privat" baut,vermietet und verdient - das "Public" zahlt über Steuern und Eintrittsgelder an den Privat in jedem Fall viel zu viel und das "Partnership" bleibt ein zynischer Witz) führte zu schleichender/unbemerkter Zensur bzw. opportunistischer Selbstzensur und bringt diese hohle Gesellschaft zum Ende der Kunst.
Der Großkonzern ist kein funktionierendes Konzept, siehe Wirtschaftsentwicklung der vergangenen vier Jahrzehnte, die Konzerne sind die Fortführung des Tyrannischen, Unfreien und gewalttätig,kranken Beherrschungsversuches von Welt und Menschen. Privatimperialismus in seiner wohl destruktivsten Form wirkt sich in kreativen Bereichen besonders fatal aus, da in der "Konzernskunst" das Weiss zu Schwarz gemacht wird alles im Namen eine pervertierten pathologischen Marktfreiheit, bei gleichzeitigem Versuch genau diese freien Märkte zu beherrschen und damit zu konterkarieren. Die Menschen werden (z.B) Verbraucher und damit Ding.

(Bild: vom Tier zum Ding)






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Montag, 28. November 2011

NAZITIME

(Bild: Eine Versammlung des politischen Flügels des deutschen Verfassungsschutzes.)



Deutschland erwacht... Uups, so ein konsumfaschistisches Wunder: Ein nationalsozialistischer Untergrund, rechte Schwerverbrecher und Psychopathen trotz Überwachung durch bundesrepublikanischen Verfassungsschutz erwischt und dingfest gemacht. Die gute Nachricht: Es gibt auch noch brave Polizisten, Journalisten und Politiker, Kopf hoch.

Aber der nationalsozialistische Wahn ist real, was eine altbackene Neuigkeit, das Boulevard von Spiegel bis Bild ist echauffiert. Nationalsozialistischer Untergrund über zwei Jahrzehnte lang mitten in Deutschland unter Verfassungsschutz-Beobachtung. Die Frage muss erlaubt sein, wessen Verfassung die überhaupt schützen, oder in welcher Verfassung die Schützer tatsächlich sind? Mysteriöse Ermittlungspannen, Selbstmorde, Geiz-ist-geil-Markt-gestützte postpubertäre DVD-Produkte und Tatwaffenverehrung wie aus einem schlechten Verschwörungsthriller schließen perfekt eine rechtsterroristische Akte, die zunächst einmal geöffnet werden müsste.

Mediengetöse, Betroffenheitsriten und Verbotsquatscherei dienen als scheintransparente Schließe des rechten Tagebuches. Ein latent rechtes Klima hat die Gesellschaft zersetzt, Deutschland kommt dort an, wo Ungarn, Österreich und die Hälfte der Europäer eigentlich schon sind, im Universum der rassistischen, protektionistischen, nationalreligiösen einfachen Erklärungen.

Breeivik ist überall - denn unter neoliberalen Bedingungen ist der freie unfaire Wettbewerb normal, aber dieses freie Spiel der Kräfte trägt bürgerkriegsähnliche Züge, und die unsichtbare rechte Hand der Märkte reckt sich zu einem "Heil den Profiten, mit allen Mitteln" hoch.

Flagshipstores (Flaggschiffgeschäftslokale) dokumentieren diesen Geist der totalen Marktfreiheit, die Konzernideologien propagieren Vorwärtsmarketing, Übernahmen und wenn es feindliche sein müssen, sowie Wachstum um jeden Preis. Das Endziel ist die Marktvorherrschaft, um das Unternehmen für weitere Expansionen fit zu machen.
Natürlich sind starke Hierarchiepyramiden notwendig, um erfolgreich zu sein und zu bleiben, dies ist auch beim organisierten Verbrechen und den Nationalsozialisten so. Dass sich diese drei Märkte untereinander nicht grün sind, versteht sich systemimmanent von selbst, doch sie befruchten sich inhaltlich und massenwirksam immer wieder gegenseitig.

Der Zusammenbruch des neufreiheitlichen Systems und die beginnende Verelendung von immer mehr Bevölkerungsgruppen generieren einen Erklärungsmarkt und einen Unzufriedenheits-/Widerstandsmarkt. Alte Wettbewerbsreligionen wie NPD und NSU feiern einmal mehr fröhliche Wiederauferstehung.
Noch ältere Religionen wie Christen und Muslime mischen sich mit neueren populärreligiösen Linken in das allgemeine Bürgergetümmel, heraus kommen einfache aber mörderische Lösungen. Alles getrieben von einer energiefressenden, ressourcenvernichtenden Hochgeschwindigkeitstechnologie, die das digitale Missverstehen zum Kommunikationsnirvana hochstilisiert.

Miss-Verständnis ist ganz klar Programm, damit lässt sich für eine Minderheit was rausholen und gut Leben, die Mehrheit ist ja mit Bürgerkrieg beschäftigt und bezahlt das alles auch. Die Glatze als Modeaccessoires ist genauso Streetwear wie Kampfjacke und Panzersoldatenhose. Islamo- oder Sonstwiephobie, Ausredenkultur und das gesunde Volksempfinden der in der Heimat Verbliebenen mischen sich weltweit zu einem rechtsgerichteten mörderischen Ideologiebrei, egal ob Dschihadisten oder Wehrwölfe und egal in welchen Regionen.

Klar sind die Behörden involviert, in einer Gegend in der ein latent rechtes Klima die sozialen Strukturen immer schon pervertiert, sind kaum moralisch gefestigte und aufgeklärt menschliche Beamtenstrukturen zu erwarten.
Der akkurate Beamtenkurzhaarschnitt ist der Glatze allemal näher als dem linksromantischen Antifa-Dreadlock. Bürgerlicher antilinker Wahn ist das beste Klima für den Rechten von gestern und heute.

Timo Brandt wurde vom Verfassungsschutz bezahlt und hat mit diesen Steuermitteln die NS-Zelle finanziert, somit wurde schon eine Verfassung geschützt, es ist nur die des März 1933. Das NPD Verbotsverfahren scheiterte, weil Spitzenfunktionäre V-Leute des Verfassungsschutzes waren, ja bis heute sind, auch eine fragwürdige Form der Parteienfinanzierung möchte man meinen.

Seit 1993 starben aufgrund rechter Gewalt nach offizieller Zählung mehr als 140 Menschen, Todesopfer linker oder islamistischer Gewalt sind in Deutschland bislang nicht bekannt. Dieses Verhältnis ist schauderlich und eine politische Bankrotterklärung der Bundesrepublik, speziell vor dem Hintergrund einer andauernden Antiterrorhysterie in Medien und Politik. Mit Misstrauen sei hier auf die haltlosen Kofferterrorwarnungen des Innenministeriums im letzten Jahr erinnert, hatte der Minister seine Info vom Verfassungsschutz? Waren rechte Kreise im Verfassungsschutz daran interessiert, dass die schwarz/gelbe Desasterregierung einfach mal durchregieren kann, indem man vor "islamistischen" Gepäckstücken warnte? Gibt es Quasi-Naziverschwörungen, die zufällig aus Interessensparallelitäten entstehen?

Die Merkel/Sarkozy-Bonds, die die EZB ausgibt, indem sie ohne jegliche politische Kontrolle Staatsanleihen von EU-Ländern kauft, bei gleichzeitigem protektionistischem öffentlichem National-Demokratie-Theater, schaffen einen Vertrauensverlust und unüberwindliche Gräben in der Tatsächlichkeit. Die Gewinne der Eliten werden so, nachdem sie bereits mehrmals gerettet wurden, ausgebaut, die Rechnung zahlen die sozialen Systeme der einzelnen Länder, indem die Staatshaushalte reihum faktisch pleite gehen. Da hilft die Nazikarte doch sehr, die linke Diskussions- und Aufklärungskarte auszustechen.

Nazitime ist durchaus als Krise der parlamentarischen Demokratie zu deuten. Der Rechtsrutsch, der die Welt seit den achtziger Jahren in Atem hält, ist kein dummer Zufall, sondern gewählt, und das ist die schreckliche Parallele zu den dreißiger Jahren. Die Nazis wurden schon einmal einfach nur gewählt, weil es in der Gesellschaft ein latentes rechtes Klima gab. In diesem Sinne ist sogar ein Wahlalter von 16 Jahren, wie in der Operettenrepublik Österreich, ein schlechter konsumfaschistischer Scherz, der den Rechtsdrall nur beschleunigen wird. Ob sich die Institutionen erfolgreich selbst entnazifizieren, darf bezweifelt werden, lieber diskutiert man darüber, ob die Verfassungsschutzpartei NPD verboten werden soll. Und da schimpft man uns Künstler Spinner, welch eine ironische Frechheit.

Nur ein Mehr an Zusammenarbeit kann Europa weiterbringen, Technokraten können nicht durchregieren, ohne in Gesellschaften schweren Schaden anzurichten. Nur eine international vernetzte Zivilgesellschaft könnte wichtige soziale, moralische und menschenrechtliche Standards aufrechterhalten. Nur eine Art internationale soziale Kontrolle via persönlichen Engagement, Medien, Internet und übergreifender gemeinnütziger echten NGOs kann Naziverbrechen 2.0, a la NSU, eindämmen. Nur die Erkenntnis, dass ohne Ausländer keine Wirtschaft mehr zu funktionieren vermag, und daher Deutschlandfeindlichkeit kein Vergehen ist, kann hilfreich sein. Bildung bleibt ein Schlüssel, Chancengleichheit infolge gerechter Steuerpolitik ein weiterer.

Der Neu-Nazi als geduldeter Trumpf der Eigeninteressen von Eliten sollte nachhaltig beenden werden. Die Zivilgesellschaft ist stark, sie kann durch Austausch, Aufklärung und Courage einiges bewegen. "Der Bundeskanzlerin schreiben - Nazis vertreiben" ist eine von Millionen Möglichkeiten. Dem Fascho in uns selbst, der genährt durch konsumneurotisch-krankhaften Individualismus, giergetriebenem freiem Unternehmertum, populärreligiöser Propaganda, virtuellem Massenmord mittels Joystick und fixen Eigentumsphantasmen von Tag zu Tag stärker wird, diesem Faschisten muss jeder selbst begegnen.

Insofern - alles Nazis sogar Mutti - Volksentscheid, boulevardgetriebene Bürgernähe und nationalstaatliche Kleinbürgerdemokratie bekommen so einen ganz eigenen, fahlen, braunen Geschmack. Also dann, als erstes den Verfassungsschutz verbieten, dann erledigt sich die NPD von alleine.



Mehr zur Latenzfrage des Rechten per se in "unserer" Regierung....
*Zitat: Zeit Online
Extremismus: Applaus von rechts für Kristina Köhler..Auf rechtsextremen Internetseiten wird die neue Familienministerin gelobt. Zwar ist Kristina Köhler keine echte Rechte, doch unschuldig ist sie an diesem Beifall nicht. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/kristina-koehler-extremismus


(Bild: so sieht ein latent rechtes Klima aus, Form ist wichtig....)

(Bild: die üppige "Dritte Reich Abteilung" in jeder deutschen Buchhandlung und auf allen deutschen Bahnhöfen trägt auch ihren Teil zur Nazimode, "latentes rechtes Klima", bei....Aufklärung und Geschichtsforschung ist das keine....)





(Bild: Liebgewonnene tödliche Markenartikel entpuppen sich bei genauer Betrachtung als historisch gewachsener Nährboden des "latent rechten Klimas".....
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Freitag, 25. November 2011

WIKI und die schwachen Männer

(Bild: Ein Großadministrator vergibt Zugangsrechte.)





WIKIPEDIA soll Weltkulturerbe werden, der Schrebergarten des Wissens will sich selbst in den vermeintlichn Olymp der Aufmerksamkeit heben. Ein fataler Treppenwitz der Geschichte mit ernsten Folgen bahnt sich an.

Ob BattletechWiki, ob Wikipedia oder die zahllosen sinnlosen Privatwikis, bei genauerer Betrachtung ist doch auffällig, dass es sich um die Fortsetzung der Junggesellenmaschine mit anderen Mitteln handelt.

Der Computer war immer schon eine Art Junggesellen- und Egomaschine, konnte und kann "Mann" sich doch vormachen, der Herrscher über die Prozesse zu sein, ganz nach eigenem Gusto Gas zu geben, und dies völlig ohne tatsächliches Risiko einer wirklichen physischen Beschleunigung, die oft in schmerzhafter Akzidenz kulminiert. Endlich Administrator und Bestimmer von Form und Inhalt, ja großadministratorische Gefühle machen sich breit, wenn Zugänge gewährt oder abgewehrt werden, wenn Viertelwissen und Mittelmaß sich selbst zum Maßstab aller Dinge erheben.

Wenn das GUI (Graphical User Interface) die Menschen glauben macht, sie hätten eine Ahnung von der Technologie, die sie nutzen, aber in Wirklichkeit haben die wenigsten eine Übersicht über Dinge und Prozesse, die sie im digitalen Sein bewegen, dann findet Realitätsverlust statt. Ob dies bemerkt wird oder nicht, spielt keine Rolle. Das GUI von iGod, Microschlaff aber auch verschiedener Linux Distributionen (Linux: "ich fühl mich besser als die anderen, obwohl ich genau wie bin sie") macht die Menschen zu GUIs (Graphical User Idiots). Und genau da ist die Problematik des WIKI per se, es ist scheinbar offen und unterliegt doch dem Administrator-Diktator, sonst könnte es technisch gar nicht funktionieren. Wie uns das Internet täglich zeigt, sind die Menschen nicht gut und wollen nicht demokratisch sein, sondern die Mehrheit ist doch neidgetrieben, gierig und aufmerksamkeitsgestört. Der romantisch verklärte Hacker von gestern ist der egomanische Sicherheits-IT-Wichtel von heute.

WIKIs sind grundsätzlich eine gute Sache, als Selbstzweck und Neurosenbehandlungsform sind sie aber gänzlich ungeeignet. Die Freiheit des Netzes sollte und kann eben nicht den persönlichen Ängsten Einzelner dienen. Darum kann eine Wikipedia letztlich nie zu einem Weltkulturerbe werden, sie ist eine kleine gewichtete Welt außerhalb der echten großen unbeherrschbaren Welt, und mit der Kultur ist es sowieso nicht soweit her, sobald der Nerd von heute Profite wittert.

Im Digitalen nix Neues, statt der Dot-com Blase entsteht nun die "jedem sein WIKI und jedem sein Social Network Blase", und wieder steht eine Herde von einfältigen Nerds bereit, dieselben Fehler noch einmal zu machen. Den Mächtigen aus Staat, Markt und Konzernen kann gar nichts Besseres geschehen. Die Graphical User Idiots bezahlen noch dafür, sich an der Nase herumführen zu lassen. Ein Glück aber auch, dass noch keine Mehrheit, weltweit am digitalen Tropf hängt.

Admins dieser Welt lest ein paar Perry Rhodan Romane und findet einen anderen Begriff für euer Tun, die nachfolgenden Generationen verstehen die coolen Nerd- und Geekwitze des digitalen Aufbruchs nicht mehr, die GUIs dieser Welt nehmen das ernst. Wikipedia wird das klassische Lexikon, ob gedruckt oder digital ist egal, niemals ersetzen, höchstens zerstören und dies wäre zivilisatorisch fatal.

Außerdem stellt Euch vor, die Atomkraft ist abgeschaltet und der Strom unerschwinglich geworden, es scheinen doch noch ein bis zehntausende Probleme gelöst werden zu müssen, bevor wir uns in den Cyberspace physisch einbrennen können, bis dahin bleibt der kleine Mann - klein.

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Mittwoch, 23. November 2011

Ständejustiz in Bayern 2011

(Bild: Guttenbergs Großonkel mit Chef)

Guttenberg ist ein Dieb, hat geistiges Eigentum geklaut und das als Mitglied der CSU.

Dreiundzwanzig Passagen seiner gefälschten Doktorarbeit waren gestohlen, dies ist das Ergebnis der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof. Wie im katholischen und defakto immer noch ständischen Süden üblich, lässt die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen ein Bußgeld an gemeinnützige Organisationen fallen. Der Herr Baron ist von hohem Stande und da gilt zumindest in Bayern eine andere Art von Gerechtigkeit, auch wenn ihre Hoheit klaut wie ein Rabe.

Die bayrische Justiz verhöhnt das Bildungssystem und die Menschen, speziell alle die, die sich mit einem echten Studium abmühen und tatsächlich wissenschaftlich arbeiten.

Ein Comeback des adeligen Diebes ist wahrscheinlich und es wäre auch nicht das erste Mal, dass ein inkonsequenter, selbstverliebter Nichtsnutz und Narziss in der deutschen Politik herumwurstet. Neu wäre lediglich, dass ein billiger, kleiner Plagiator den dicken Maxi machen würde, dies wäre dann wohl ein gutes Beispiel dafür, was mit Post-Postmoderne gemeint sein könnte.

Die Quasi-Ständejustiz der Noch-Bundesrepublik hat ein weiteres Mal fulminant versagt, Ungerechtigkeit und Protektion siegen wieder in Europa 2011 und Guttenbergs Diebstahl bleibt ungesühnt.

Der Lügenbaron, der nach Aufdeckung seiner Tat gelogen hat, darf nicht zurück in die Politik. Wie er bei seiner rein verbal gestalteten Bundeswehrreform bewies, hat er weder Organisationstalent noch fachliche Kompetenz. Er kann eigentlich gar nichts, außer der telegene Traum aller Schwiegermütter zu sein, dies ist für Politik und Lebensunterhalt aber zu wenig und als TV-Star mittelfristig doch zu langweilig.

Ihre Hoheit ist schuldig und die dafür vorgesehene Strafe müssen ihm nun das Netz und die internationale Gemeinde des Bildungsmenschentums verpassen. Herr Guttenberg, sie sind ein übler Plagiator und ein lausiger Lügner, der es nicht einmal schafft für seine Taten gerade zu stehen, in diesem Sinne und in rückwärtsgewandter Logik (ca. 1750-1847) sind sie auch für ihren Stand eine Schande.

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Montag, 21. November 2011

Dinge die kein Schwein braucht aber jeder gerne haben will.....

(Bild: Flyerdrohne Abwurfmechanismus, mechanische Zeitschaltvorrichtung aus dem Modellbau...)

Robotik: Die Flyerdrohne
(pragmatische Technologietransformation zur Bewältigung der Zukunft -
die FD als Antwort auf Rechtsrutsch und Faschismus in Europa 2011)

Basierend auf der frei erhältlichen AR-Drone von Parrot entwickeltes Flugblatt-Verteilungsystem. Mit Front- und Bodenkamer und UHF Rückenkamera zum Erfassen und Aufnehmen der Umgebung.

(Mit Flyern geladene Drohne im NurSchrec! Labor)

Die Flyerdrohne dient zum Abwurf von Informationsmaterial bei Demonstrationen und Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Sie ist speziell zum Einsatz in sogenannten "Polizei- oder Nazikesseln" hervorragend geeignet. Sollten Aktivisten, Demonstranten oder engagierte Bürger wie schon so oft von Polizeikräften oder, wie in Zukunft zu befürchten, von Nazibanden eingekesselt werden, ist es mittels der Flyerdrohne von NurSchrec!-Robotik möglich, Informationen außerhalb der Umschließung zu verbreiten und zu sammeln. Die Drohne überfliegt die "Sperrzonen" und wirft ihre Infofracht über Publikum, Passanten oder Sympatisanten ab. Während des Fluges können natürlich Videos der drei Kameras aufgezeichnet werden, die über Anzahl und Gerät der Fans und des Gegenübers Aufschluss geben.

Die Drohne ist sehr leicht und windanfällig, dies ist ein Nachteil, bei Absturz oder Ähnlichem stellt sie aber daher keine Verletzungsgefahr dar. Ein nützliches Feature sind die Abstandssensoren, die so eingestellt werden können, dass das Fluggerät autonom immer einen Sicherheitsabstand zum Grund einhält, und somit die Gefahr einer Kollision mit Personen oder Dingen im Strassenraum minimiert werden kann.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt laufen mit der Flyerdrohne Feldversuche, mehr dazu demnächst auf Kritikdesign...

Samstag, 19. November 2011

DEMO 21.11.2011-SchwarzRot kommentieren...

(Bild: ein deutsches Konzept, das nach wie vor die Welt verwüstet...)


Wir rufen mit auf zur Demo des Aktionsbündnis A100 stoppen!
http://www.a100stoppen.de/demo-vor-spd-parteitag/
Rot-Schwarz? 75% wollten es anders! Echte Demokratie jetzt!
Kommt alle zur Demonstration vor dem Landesparteitag der Berliner SPD!
am Montag, 21.11.2011
um 16:30 Uhr
vor dem Leonardo Royal Hotel, Otto-Braun-Str. 90, 10249 Berlin
Stadtplan-Link

Bringt Transparente mit euren Forderungen mit!

Der SPD-Parteitag beginnt dort um 17:30 Uhr, Einlass ist ab 16:30 Uhr

Hier soll der Koalitionsvertrag mit der Berliner CDU abgesegnet werden.



Nach einer Wahl, die ein eindrucksvolles Signal zur Veränderung in Richtung zu mehr Transparenz, Stadtökologie und sozialer Gerechtigkeit war, soll nun das Gegenteil herauskommen: Eine Koalition der inneren Sicherheit, umweltschädlicher Großprojekte und des „Berliner Filzes“.



Wir appellieren an das Gewissen der SPD-Delegierten, im Koalitionsvertrag nur den Punkten zuzustimmen, die dem Wählerwillen entsprechen. Daher:

- kein Ausbau der A100 bis Treptow und Friedrichshain!

- Freiräume statt Betonierung, Spreeufer für alle!

- für eine menschengerechte, ökologische Stadtentwicklung und Verkehrspolitik!

- kein Fluglärm-Terror!

- für eine neue Liegenschafts- und Mietenpolitik!

- für transparente Planungen und Verträge!

- für umfassendere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung!

- keine unsozialen Beschäftigungsverhältnisse!
Bis jetzt unterstützen folgende Initiativen diesen Aufruf:

BI Stadtring Süd (BISS)
Bäume am Landwehrkanal e.V.
Berliner Wassertisch
UBI KLiZ e. V. / Mieterladen
Initiativkreis Mediaspree Versenken!
Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI)
Bahn für Alle Berlin
Bündnis Südost gegen Fluglärm
NaturFreunde Berlin
Grüne Uni
Berliner S-Bahn-Tisch
Berlin geht anders
Tacheles

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Donnerstag, 17. November 2011

Querzusammenarbeit, quantenpolitische Verschränkungen und vernünftige Bündnisse

(Bild: Weltrevolution doch eine Option??!)


Querzusammenarbeit, quantenpolitische Verschränkungen und vernünftige Bündnisse sind angesagt.....aus diesem Grund hier die Erklärung zum C-Day der Occupy Bewegung/Berlin

Zum Thema:
Occupy Hirn
Occupy Standpunkt

"C-Day" am 9. November

OCCUPY BERLIN landet auf dem "BundesPresseStrand"



VON Bruck M. Kimmerle



Berlin, 9.11.2011. Es gibt Tage, an denen passiert mehr als sonst. An einem 9. November wurde die 1. deutsche Republik ausgerufen. 1989 fiel die Mauer. An diesem inoffiziellen Feiertag der Deutschen kommt die globale "Occupy" Bewegung in Berlin richtig an. "Wir haben in den frühen Morgenstunden den BundesPresseStrand in Berlin besetzt", teilen die "Occupyer" mit.



Unter dem Code-Wort "C-Day" ("C" für "Camp") bereiteten die friedlichen Aktivisten seit einer Woche die Landung auf dem europaweit bekannten Strand direkt gegenüber des Bundeskanzleramtes, der Gebäude des Deutschen Bundestages, neben der Bundespressekonferenz und der Nachrichtenagentur dapd vor. Selbst ein Catering-Team wurde aufgebaut. Um 9:00 Uhr traf bereits Verstärkung aus anderen Orten mit der Bahn am benachbarten Hauptbahnhof ein.



In unmittelbarer Sichtweite der kritisierten Institutionen der Bundesrepublik schafft "Occupy" den Durchbruch mit einem Camp. Seit fast einem Monat verhinderte ein Grossaufgebot der Bereitschaftspolizei die Entstehung des Zeltlagers im Regierungsviertel. Am 15. Oktober wurde vor dem Bundestag sogar Polizei-Gewalt gegen rund 2.000 friedliche Camping-Freunde eingesetzt. Während zeitgleich vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt/Main ein Protest-Camp entstand und bis heute geduldet wird, kämpften in der Bundeshauptstadt tausende Polizeibeamte wochenlang in voller Ausrüstung gegen Isomatten, Sitzkissen und kalte Protest-Behausungen. Dieser 9. November änderte das. Auch der Regierungsbezirk von Berlin hat nun sein Occupy-Camp. Wie auch die Wallstreet in New York und viele andere Metropolen des Planeten.



In einem offenen Brief vom Samstag an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und den Berliner Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) fragte die Vollversammlung von "Occupy Berlin", die "Asamblea" vor dem Reichstagsgebäude: "In dieser Stadt, die seitens ihrer Regierung als ‚weltoffen‘ tituliert worden ist und in der friedlicher Protest von ihnen ‚willkommen‘ geheißen wurde, soll es nicht möglich sein, sich dauerhaft an einem symbolträchtigen Ort im Zentrum unserer gemeinsamen Hauptstadt zu versammeln?"



Die "Occupyer" wiesen auf die Unterstützung durch Prominente hin, wie Nina Hagen, Konstantin Wecker oder Claus Peymann. Sie schlugen dem Berliner Senat drei Gesprächstermine vor. Montag, Dienstag passierte nichts. Bis Mittwoch erhielten die weltweit vernetzten Demonstranten keine Antwort auf ihre Einladung, wie es heisst.



Mit der "Landung auf dem BundesPresseStrand" am symbolträchtigen "C-Day" schafft die friedliche Bürger-Bewegung nun Fakten. Brisant sind zudem die Besitzverhältnisse dieser Liegenschaft. Die Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) unterstehende "Bundesanstalt für Immobilienaufgaben" droht der Pächterin, Johanna Ismayr, mit der Zwangsräumung. Die Betreiberin muss nun nach neun erfolgreichen Jahren ihr gesamtes Personal entlassen - obwohl bis November 2011 weder ein vom Land Berlin festgestellter Bebauungsplan noch eine vom Bezirksamt Mitte von Berlin bestätigte Baugenehmigung erteilt worden sind.



Das neue Bundesbildungsministerium, das schon heute dafür kritisiert wird die Ufer-Promenade entlang des Spree-Ufers in Berlin-Mitte für die Berliner zu sperren, soll zudem als "Public Private Partnership" (PPP) zulasten der Steuerzahler über die nächsten 1-2 Generationen gebaut werden. Das Inventar des legendären Hauptstadt-Treffpunktes BundesPresseStrand wird indes am 30. November versteigert. Der Bund baue auf dem Gelände am Kapelle-Ufer "Büros für 1000 Beamte und will noch im Dezember mit dem Bau des neuen Bildungsministeriums beginnen", informiert Ismayr. Auf die "Befreiung" ihres Strandes durch "Occupy" angesprochen, zeigt sie sich freilich überrascht und baff.



Erst am Morgen des 9. November habe sie einen Brief mit dem Titel "Wir sind die 99%" erhalten – in dem "Occupy" sie kurz und knapp in Kenntnis setze: "Sehr geehrte Frau Johanna Ismayr, wir haben das von ihnen gemietete Grundstück, den BundesPresseStrand, Kapelle-Ufer 1, 10117 Berlin besetzt. Wir bitten sie die Besetzung zu dulden." Der mit "Die Aktivisten" unterzeichnete Brief erläutert, dass "nach langem Hinhalten durch die Berliner Behörden, sowie der Tatsache, dass auf einen offenen Brief an Klaus Wowereit und Ehrhart Körting nach 2 Tagen immer noch keine Reaktionen erfolgten", der BundesPresseStrand nunmehr "in friedlicher Absicht" besetzt werde.



Mit dem "C-Day" tritt die Occupy-Bewegung in der Hauptstadt in eine neue Phase ein. Schon am 11. November startet um 11:11 Uhr vor der Humboldt-Universität der "Karneval der Empörten". Das Motto lautet: "Noch sind wir die Narren".



Wie jedes Wochenende seit dem 15. Oktober wird es auch diesen Samstag Demonstrationen und Protest-Aktionen in Berlin-Mitte geben. So rufen die Netzwerke CAMPACT und ATTAC zusammen mit u.a. dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zu einer Grossdemonstration auf. "Occupy" soll mit der zeitgleichen Umzingelung des Berliner Regierungsviertels sowie des Frankfurter Bankenviertels unterstützt werden. Das Engagement dieser Organisationen ist in OCCUPY Kreisen nicht unumstritten. Die Abschlusskundgebung beginnt gegen 15:00 Uhr am Brandenburger Tor. Unterstützer aus ganz Deutschland und Europa werden erwartet. Der "C-Day" am 9. November bildet den Auftakt dieser neuen, massiven Protest-Welle.



KONTAKT ZUM AUTOR UND ZU OCCUPY-QUELLEN:



Bruck M. Kimmerle

Freier Journalist

Postfach 040525

10063 Berlin-Mitte

Telefon 0700 27825700



Der Artikel steht zur freien, zeitlich, räumlich und technisch unbegrenzten Verwendung. Online, offline, onair. Ein Belegexemplar oder ein Link-Hinweis wird ausdrücklich erbeten. Weiterleitungen sind erbeten.

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Freitag, 11. November 2011

AKTIONEN die Sinn machen.....

(Bild: Die Gewerkschafter geben dem Kulturkaufhaus Dussel...den Schuh)


AKTIONEN die Sinn machen.....

11 November 2011
14:00h Die Dienstleistergewerkschaft Verdi bzw. ihre Mitglieder aus der Charite Facility Management GmbH machen vor dem Tacheles/Berlin auf ihren Arbeitskampf aufmerksam.

14.30h Eine Schuhinstallation vor und im Kunsthaus thematisiert das Problem der Arbeiter und Angestellten.

15.00h Viele Passanten und Tachelesbesucher informieren sich über die menschenverachtenden Löhne des Dussmann Imperiums, zu dem auch die Charite Facility Management GmbH gehört

15.30h Aushänge und Infoblätter

Hintergründe zu Dussmann (und die kulturlose Unternehmerfamilie betreibt tatsächlich ein Kulturkaufhaus....?)

16.00h Die Schuhe bleiben stehen...die Installation wird noch den ganzen Tag die Besucher des Tacheles begeistern. Die Info ist in English und Deutsch, die Kunst hat den Gewerkschaften gedient und die Löhne werden jetzt hoffentlich steigen. Dass ein Kulturkaufhaus möglich ist wurde im Tacheles schon immer angezweifelt, dass die Kultur durch Typen wie Dussmann verkauft wird ist ein Beweis für Un- oder Nichtkultur. Die Unkultur des neoliberalen Putsches muss beendet werden!

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Montag, 7. November 2011

Occupy Standpunkt

(Bild: Auch italienische Finanzämter könnten Finanztransaktionssteuern eintreiben, alles schon da.)

Occupy Standpunkt

Griechenland kostet 311 Milliarden, das kann aus der deutschen Kaffekasse beglichen werden, Italien kostet 1,7 Billionen Euro - soviel Geld gibt es eigentlich "so" gar nicht, da müsste neues kopiert werden. Damit beginnt die ewige Krise, dann sind die öffentlichen Haushalte auf Jahrzehnte verpulvert.

Verpulvert im wahrsten Sinne des Wortes, allgemeines Bildungssystem, Gesundheitswesen, Sozialstaat und sozialer Frieden zerfallen zu Staub, die Zivilisation, wie wir sie kennen, wird pulverisiert. Die Kleptokratie, die heute weite Teile der Welt und der Finanzwelt beherrscht, wird unter dem Banner der falschen Freiheit zur alles bestimmenden Regel.

An diesem Punkt hakt die weltweite Occupy Bewegung ein.

Es bedürfte aber einer klaren Abgrenzung nach rechts, gegenüber nationalistisch/religiösem Eiferertum ebenso, wie marktradikalem Unfug und antisemitischen Wahnvorstellungen.

Mehr Demokratie - genau! - aber weltweit. Mehr Demokratie würde an dieser Stelle zu allererst Transparenz bedeuten, und die ist zu erkämpfen, freiwillig geschieht da gar nichts. Am Beispiel Griechenlands sehen wir in den vergangen Wochen, wie schwach die demokratischen Ansätze in Wirklichkeit sind. Als der Ministerpräsident eine Volksabstimmung zur Euro-Rettung veranstalten wollte, haben letztlich die EU, die USA und natürlich die griechischen Re(i)chten alles getan, um dies zu verhindern.

Die wohl sinnvollste und konstruktivste Forderung aber ist die von ATTAC, Gewerkschaften und dem deutschen Finanzminister thematisierte Finanztransaktionssteuer. Diese würde aber nur weltweit und über 1% Sinn machen. Die Occupanten sollten sich nicht vom Medienrauschen an der Nase herumführen lassen, nicht jede politische Unterstützung der etablierten Institutionen und mancher NGOs ist schlecht oder anrüchig.

Mit anderen Worten...

Ich wäre für eine weltweite Finanztransaktionssteuer ab 250 000 Euro ca. 2% und hepp - wenn alle, wirklich alle, Kapitalflüsse so besteuert wären, die Billiarden, die in Termingeschäften etc. täglich/sekündlich an allen Börsen gehandelt werden, inklusive schattiger Finanzmärkte versteht sich, dann gäbe es soviele Mittel, dass man dafür sein könnte:

1. Psycho-Slowdown-Schlag gegen das organisierte Verbrechen:
Drogen erlauben, kontrolliert und besteuert abgeben. Diese Maßnahmen würden das organisierte Verbrechen bekämpfen und den Konsum und die Schattenwirtschaft zurückdrängen.

2. Alles für Alle:
Dass alle Menschen ein Grundeinkommen von 200 US Dollar monatlich bekommen, es sind lediglich 7 Milliarden Einwohner erdweit, das wären also nur 14 Billionen im Monat, insofern eine extreme Stimulanz zur Weiterentwicklung einer intelligenten Wirtschaft und klugen Gütern auf regionaler kleinteiliger Ebene.
Bildung und Gesundheitsversorgung für alle beduetet automatisch weniger Faschisten, Extremisten, Nationalisten, Fundamentalisten und andere radikal/gewaltbereite Gläubige infolge sozialer Stabilität.


3. Dafür - die Autos in ihrer heutigen Form gänzlich zu streichen
Bei der Kohle aus weltweiten Finanztransaktionssteuern ließen sich sicher lustige Alternativen ohne fossile Energieorgien entwickeln.

4. Dafür - Kernkraft ganz zu streichen, da weniger Raserei weniger Energie verbraucht.

5. Dafür - mit echter und darum langsamer demokratischer Entscheidungsfindung Problemfelder der Zukunft zu beackern. Nochnationalstaaten verbindlich ressourcen- und technologierelevant "smart" vernetzen und ein radikales Ende des Protektionismus.

6. Dafür - Arbeitspotential in Technologieumbau, Renaturierung und Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse, den sogennannten Klimawandel, zu stecken.

Also - Dafürsein ist schon super.

Da würden noch einige Steuermittel für das, was die meisten meinen, dass dies der Kapitalismus sei, übrigbleiben, die viel, sehr viel Dafürsein ermöglichen könnten.

Wenn das aber alles nicht geht, weil dafür keine Zeit bleibt, weil direkt einzelne Bäume gerettet, einzelne Atomkarftwerke abgeschaltet, Empörung bemüht und Autos gebaut werden müssen - beim heiligen Euro, dann bin ich pesönlich für Demo. Welche kommt immer auf den Inhalt an, jedesmal aufs Neue. Für die soziale Revolution aber, fehlt es zur Zeit an jeglichen konkret notwendigen Strukturen und Organisationen, an diesem Atem darf erst einmal gespart werden.

OCCOPUY STANDPUNKT NOW


offener Brief der Occupy Aktivisten an den König Berlins und seinen Waffenmeister.....
http://occupyberlin.info/blog/index.php/2011/11/04/offerner-brief/

und Regierungsviertel umzingeln im November 2011.......
http://www.youtube.com/watch?v=Uts1bROuj3w&mid=5207
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