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Mittwoch, 29. Februar 2012

Jagdfelds Fundus Gruppe tritt Heiligendamm in den Abgrund und das Tacheles auch ....

(Bild: Es wid eng um Fundus und seine geschlossenen Fonds. Steuerzahler, Anleger und Anrainer werden Opfer einer mutmaßlichen taktischen Insolvenz.)

Jagdfelds Fundus Gruppe tritt Heiligendamm in den Abgrund und das Tacheles auch ....

Das zum Schnäppchenpreis von ca. 9 Millionen erworbene Heiligendamm (Luxus Hotel etc...) ist in Insolvenz. Ein weiterer geschlossener Fond des Immobilienhaies Jagdfeld geht den Bach runter, die Anleger verlieren ihr Geld. Heiligendamm hat in den vergangenen Jahren durch die völlige Fehleinschätzung des "Großbürgers" Jagdfeld viel - wenn nicht alles verloren. Tourismus muss man verstehen und nicht beschwören, Luxus in der Pampa ist unverkäuflich, Namen alleine genügen nicht. So wie der Name "Adlon" durch die Abzockerpraktiken des "Investors" nachhaltig beschädigt ist, so ist nun auch Heiligendamm in die Tonne getreten.

Aber das ist kein Zufall oder Auswirkung der Krise, es ist Methode. Geschlossene Fonds sind problematisch und nur mehr in wenigen Ländern erlaubt, sie entziehen sich weitgehend der fiskalischen Kontrolle und sind somit "anfällig" für Steuerhinterziehung und Schwarzgeld. An vielen Orten dieser Welt fällt der "geschlossene Fond" unter organisierte Kriminalität. Es ist so gut wie unmöglich Geldflüsse und Eigner festzustellen, um nur einen von vielen Punkten zu benennen. Damit ist klar, dass die Anleger, sobald sie in den Fond eingezahlt haben, zum Teil erpressbar sind und stillhalten müssen. Bei den geschlossenen Fundus Fonds geht das so oft schief, dass dahinter ein Geschäftsmodell vermutet werden darf. Geld einsammeln, an die Betriebe bzw. Unternehmen der Familienmitglieder ausschütten und dann in die Pleite. Als kleine Ablenkung kann dann schon einmal ein Betrag aus dem Privatvermögen, das sich aus den Aktivitäten der Familienunternehmen speist, als Showverlust publikumswirksam verloren werden. Genau das passiert zur Stunde in Heiligendamm und kündigt sich im Hotel Adlon bereits an.

Obwohl die Staatsanwaltschaft Köln zum Aktenzeichen (Az. 115 JS 357/09) gegen Jagdfelds Praktiken bereits seit 2009 ermittelt, geht der "Raubzug" munter weiter. Heiligendamm ist insolvent, der Geschäftsführer der Pleite aber bleibt mit Segen des Insolvenzverwalters. Die Anleger wurden um ihre Einlagen geprellt, Heiligendamm um seine touristischen Chancen, und ob das Land Mecklenburg-Vorpommern seine seit 1997 geflossenen Subventionen von 50 Millionen Euro für das Luxusprojekt jemals wieder sieht bzw. einen spürbaren volkswirtschaftlichen Effekt daraus zieht, ist mehr als fraglich.

Ein Unternehmen der Fundus Gruppe hat wieder einmal abgesahnt und das auf Kosten der Steuerzahler, abzüglich der 9 Millionen Kaufpreis wurden vom Land an die 41 Millionen ergaunert. Wieviel den Anlegern wirklich abgenommen wurde, ist nicht leicht zu beziffern, es geht jedenfalls nach den Angaben, die der Presse zu entnehmen sind, um einen dreistelligen Millionenbetrag. Wieviel davon Steuerersparnisse sind, die dem Finanzminister in der Kasse fehlen, wird nie festzustellen sein.

Dass der Pleitehotel Obermanager und Anlagejongleur auch noch öffentlich die Heiligendammer Restbevölkerung beschimpft und harmlose Wanderer, die dem halb leer stehenden Hotel zu nahe kommen, als "arme Leute" betitelt, gibt dem Ganzen eine menschenverachtende zynische Note, die den Geist des Bundesverdienstkreuzträgers vermittelt. So ist die Mechanik der "Schuldenkrise" im kleinen, dies wird auch an der nächsten Jagdfeldkatastrophe transparent, im Kunsthaus Tacheles nutzt die Fundus Gruppe mutmaßlicherweise ein Zwangsverwaltungverfahren zur Entschuldung auf Kosten der Steuerzahler von Hamburg und Schleswig Hollstein....

../(Zitat: die Welt vom 28.02.2012)"Immer wieder für Schlagzeilen sorgt auch das Schicksal des Kunst- und Veranstaltungszentrums Tacheles in Berlin, deren Eigentümer die Fundus-Gruppe war. Hier fehlte gleich ganz der finanzielle Atem für einen Baubeginn.

Das Objekt ist weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus bekannt und zog jährlich mehrere Hunderttausend Besucher vor allem aus dem Ausland an. Dennoch sehen sich die Künstler seit langem erheblichem Druck ausgesetzt.

Schon im vergangenen Jahr sollte das Tacheles zwangsversteigert werden. Der Termin wurde immer wieder verschoben, weil die Hamburger HSH Nordbank als Hauptgläubiger der Fundus-Gruppe Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten nicht rechtzeitig abschließen konnte. Einen neuen Termin gibt es bisher nicht."(Zitat Ende)

Der Widerstand der Künstler im Tacheles ist nicht Selbstzweck, den Finanzjongleuren unserer Zeit muss das Handwerk gelegt werden, sonst hat niemand mehr Zukunft. In diesem Sinne "Kunzt muss die Welt verändern."


Presse zum momentanen Jagdfeld Desaster....

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euer Tacheles Team

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