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Samstag, 19. Januar 2013

Alle in einem Boot - Hausbesetzer jetzt auch in unteren Geldadelskreisen

(Bild: Townhouses und Luxusquartiere sind auch nicht mehr das was sie einmal waren....)

Das Manager Magazin berichtet in seinem Blog vom 17.01.2013, Zitat: / Die 27.000-Quadratmeter-Immobilie an der Friedrichstraße, in der Boutiquen und eine Privatklinik untergebracht sind, hat die Jagdfeld-Familie privat finanziert. Allerdings kann die Sippe seit Frühjahr 2010 das 145-Millionen-Euro-Darlehen nicht mehr bedienen - was Jagdfeld selbst bestreitet.

Gleichwohl steht das Haus seit August 2011 unter der Zwangsverwaltung../.. Der Zwangsverwalter ../.. versucht inzwischen, den Jagdfeld-Clan aus dem Quartier hinauszuklagen. Einer der Gründe: Einen Gutteil der Fläche im Quartier 206 haben Mitglieder der Sippe gepachtet, sie zahlen aber seit Frühjahr 2010 keine Mieten und Nebenkosten mehr.../ Zitat Ende


Und siehe da - schon ist man Hausbesetzer. Gestern noch in Saus und Braus mit defizitärer Privatklinik und Fashion- Fick-Departement Store, mit Bentleyneurose und inzestuösem Aristokratengehabe - heute aber schon, verlachter Unterschichtler und banale Zwangsverwaltungsmasse. Ein anscheinend typisch deutsches Schicksal, "gewollt aber nicht gekonnt". Kurz gesagt, große Hose und kurze Beine, die daraus resultierenden Minderwertigkeitsgefühle führen zu Größenwahn und Selbstüberschätzung. Ob Flugzeugplatz, Retroluxus, der schon im Original nicht funktionierte, oder Marmorkaufhaus, die Schuhe sind immer zu groß, Hybris als Lebensgefühl und Ausrede.

Ganz so einfach ist das aber nicht, stand und steht doch hinter den sogenannten Investmentprojekten/-produkten, egal ob Waffen, Immobilien, Boden, Fressen oder Sklaverei, an erster Stelle die absolute Profitabsicht der Initiatoren. Da wird mit Hochglanzverkaufsprospekten, Terminschiebereien, Krediten, Kreditumschichtungen, In-Sich-Geschäften, quasifeudalen Familiengeschachere und offen vorgebrachten Unwahrheiten betrogen, beeinflusst und letztlich geraubt.

Am Ende gibt es immer einen größeren Fisch, der in naturgegebener Gier zuschnappt und den kleineren Fisch verspeist. So reiht sich der ehemalige Investor ein, in die Reihen der Mietnomaden und Hausbesetzer, wird zum Opfer seiner eigenen Strategien und damit seiner selbst. Ein schönes Bild unserer angeblichen "Wirtschaft", die sich in Wirklichkeit aber als purer, destruktiver Raubbau manifestiert.

Am Schluss sitzen wir alle im selben Boot, die Jagdfeld Sippe kann heute aus den Erfahrungen die sie mit Künstlern in Berlin sammelte noch einiges für ihre Vermögenssicherungskämpfe lernen. Vielleicht sollte der Fundus-Chef bei den Tachelesen nachfragen, wie man mit lästigen Investoren und ihren Anwälten umgeht, das Unterschichtenboot ist nämlich schon voll und das bis über die Wasserlinie. Diese Seenot der Gesellschaft wurde ausgelöst von Marktwetterverhältnissen, die jeder Tatsächlichkeit Hohn spotten und "das Werden" und "das Sein" als Geschäft, aus reiner Habgier heraus, mit Vorsatz fehlinterpretieren. Emotionale Intelligenz gepaart mit naturwissenschaftlicher Logik kommt im uns bekannten Universum eben nicht vor.

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1 Kommentar:

  1. na da rudert wer, und abschreibungen als steuerersparniss - also von vorneherein geplant den fiskus mit pleitepolitik zu umgehen - ein schöneres geständniss kann es nicht geben- danke herr hausbesetzer....

    Das Manager Magazin beruft sich auf die Bilanz des Jagdfeld Hotel-Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG für das Jahr 2011, die dem Manager Magazin vorliege. Daraus ginge hervor, dass Fundus einen Verlustvortrag von 126 Mio. Euro aufgehäuft habe - bei einem gezeichneten Eigenkapital von 222 Mio. Euro. Das Magazin lässt außerdem einen Adlon-Teilhaber zu Wort kommen, der von einem drohenden Totalausfall spricht. Der Fonds werde "von Jagdfeld ausgeplündert, so gut es nur geht", so der Teilhaber.

    Die Jagdfeld-Gruppe hat mit einer Pressemitteilung umgehend auf die Meldung des Manager Magazins reagiert - mit dem Vorwurf, das Manager Magazin führe seine Leser grob in die Irre. Anno August Jagdfeld, Geschäftsführer des Adlon-Fonds, weist die Behauptungen "auf das Schärfste zurück", heißt es in der Pressemitteilung. "Der Adlon-Fonds hat planmäßig Abschreibungen vorgenommen, die das Eigenkapital naturgemäß reduzieren. Das war ausdrückliches und erklärtes Ziel der Sonderabschreibungs-Fonds der 90er Jahre, zu den auch der Adlon-Fonds zählt. Gerade deswegen hat sich ein Großteil der Anleger überhaupt am Adlon beteiligt", erklärt Jagdfeld. Der Adlon-Fonds stehe bestens da, so der Unternehmer.

    Die Jagdfeld Hotel-Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG habe "plan- wie prospektgemäß Abschreibungen in Höhe von 130 Mio. Euro seit 1997 vorgenommen, die zu entsprechenden wie gewünschten Verlusten in der Bilanz geführt haben", erklärt die Jagdfeld-Gruppe weiter. Die Anleger haben damit ihre persönliche Steuerlast reduzieren können und entsprechende Abschreibungen ihres Finanzamtes erhalten. "Dies war das zentrale Motiv, sich an den Fonds wie dem Adlon zu beteiligen", so das Unternehmen.

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