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Dienstag, 27. Januar 2015

Ausländerfeindlichkeit ist Trumpf


(Bild: Wenn Wahnsinn, Gewalt und Bosheit zum Scherz erklärt wird, beginnt das Grauen der mordenden Dummheit)

Das latent rechte Klima wird durch PEGIDAs und Friedenswahnmachen* wieder salonfähig, die etablierte Politik wandelt auf den Pfaden der Verdrängung oder der Eingemeindung des rechten Packs, beides stellt genau den menschenverachtenden Schwachsinn dar, der solches politische Tieffliegertum immer wieder auf das Neue generiert. Die Gewalt gegen Flüchtlinge, Ausländer und Andersdenkende nimmt zu, die neurechten (Neid)Kleinbürgerbewegungen schaffen Pogromstimmung und ein tödliches "wir gegen die - Gefühl". Zuviele schauen verschämt weg, allen voran die etablierte Politik und der marketing-getriebene Medienbetrieb.

Was mussten wir nicht in den vergangenen Wochen an sinnentleerten Talk-Shows und Analysen bzw. Studien zu den, nicht wirklich, neuen Gemütszuständen der kleinen Leute ertragen. Die orale Inkontinenz der Expertendiskussionen verdeckt, einmal mehr, das Wesentliche. Es beruhigt, zumindest vorübergehend, die Gemüter der eher ohnmächtigen, selbsternannten Aufgeklärten, aber dies hilft nicht, und genau das ist das Problem. Na logisch fühlt sich immer der Teil der Gesellschaft abgehängt, der gerade meint, dass er zuwenig Kartoffelsalat oder Luxusautos zu fressen bekommt. Klar fühlt sich der einzelne schlichte Geist besser, wenn er andere Geister schlechter machen kann, und Scheren und anderes Werkzeug, die zwischen Arm und Reich aufgehen, tragen selbstredend nicht zu friedlichem Miteinander bei. Alles das ist bis zum Erbrechen erforscht, analysiert und mit unzähligen Studien aus den vergangenen Jahrzehnten belegt, steht fertig gebunden in den Bibliotheken und könnte Schritt für Schritt in die Praxis geholt werden. Tut es aber nicht, denn der politische und mediale Mainstream geht genau in die Richtung der neurechten Bürgerbewegungen.

Zivilisation wird bedingt von Einkommen und dem damit verbundenen Auskommen, ist das Auskommen nicht mehr möglich, kommt es zum Zivilisationsbruch, dabei ist es am Ende egal, ob dies nur gefühlt ist oder ob es auf Tatsächlichkeit beruht. So darf es nicht wundern, dass die neoliberale Wirtschaftsordnung Monster gebiert, die wir in der Vergangenheit wähnten, ist diese (Un)ordnung doch selbst ein irrationales Ungeheuer aus der Geschichte. Das freie Spiel der Kräfte setzt eben Kräfte frei, die dieser scheinbaren Freiheit, die aber nur die Freiheit der Stärkeren und Skrupelloseren darstellt, entgegengesetzt ist, dies ist nicht paradox sondern logisch. Die freien, globalisierten Märkte führen selbstverständlich zur Klumpenbildung, das Ideal des guten Kaufmannes und redlichen Wirtschaftstreibenden ist Unfug, dies liegt nicht in unser aller Natur, natürlich versuchen wir uns ständig zu übervorteilen, um eine Verbesserung unserer Lebensqualität gegenüber anderen zu erreichen, dadurch kommt es zu Klumpenbildung, im Volksmund auch Konzernherrschaft genannt. Diese folgt dann ihrer inneren Gesetzmäßigkeit, die Klumpen werden größer und verbinden sich mit Nachbarklümpchen bis alle sozialen Kanäle verstopft sind und die Umgebung der Konzernklumpen an Energie- und Raummangel erkrankt, die Gesellschaft scheitert dann an einer Zivilisationstrombose oder, um in der Bilderwelt der Medizin zu bleiben, an Privat-Wirtschaftskrebs.

Nun ist es wieder soweit, egal wieviel Trombosestrümpfe in Form von Bankenrettungen, Energiekriegen oder Wirtschaftskonflikten angelegt werden, das Bein der Vernunft stirbt ab. Mit gutem Zureden hat noch niemand eine Klumpen gelöst oder einen gordischen Knoten zerschlagen, nur Bildung und die Entkoppelung von Arbeit und Einkommen, in Form von Existenzgeld für Alle weltweit, könnte uns einen Erkenntnisschub liefern, der zu einer friedlicheren Zivilisation führt. Solange aber Konsumneurosen und Wettbewerb herrschen, braucht sich niemand zu wundern, dass wir immer wieder in alte Muster zurückfallen. Reden und Verständigung ist mit PEGIDAS und CO. weder möglich, noch in irgendeiner Weise förderlich, es wertet nur die latent rechte Mitte einer Neidgesellschaft auf, die sich dann in ihrem Wahn bestätigt sieht, um auf der Straße herumzupöbeln und zuzuschlagen. Nein, man kann die Querfront-Friedenswichtel und die pathologischen Patrioten nicht ernstnehmen, man darf sie nicht ernst nehmen, ansonsten fühlen sich so manche Wirrköpfe in ihren Reihen dazu berufen, Asylantenheime anzuzünden und Gewalt gegen die vermeintlichen Anderen einzusetzen. Genau da treffen sie sich dann, die Terroristendschihadis und die Gesinnungs-Terrornazis2.0 zu einer Blutolympiade der Verlierer. Gegen Volksverhetzung gibt es Strategien und Gesetze, diese müssten nur angewendet werden und dann klappts auch wieder mit den Sachsen. Den verzweifelten Aufgeklärten sei noch geschrieben, dass die 30-50% Halbschuhfaschisten keinen großen Anlass zur Sorge darstellen, das ist die normale Psychohygiene der europäischen Selbstüberschätzer, in erzreaktionären Zeiten wie diesen, kriechen die nur aus ihren Löchern und suchen wieder nach ihrem Imperium. Dumm nur, dass es in Sachsen oder Deutschland so nicht zu finden sein wird, und wenn dann die Presse mit dem PEGIDA-Festspielen kein Geschäft mehr machen kann, dann ist es auch ganz schnell wieder vorbei. Lügenfresse braucht eben Presse und vice versa...

*Die Friedenswahnmachen werden hier mit den PEGIDAS und Co. in einem Satz genannt, weil sich ihre Protagonisten auf die gleiche Art und Weise auf eine Meinungsfreiheit berufen, die es so nicht gibt bzw. nicht geben kann. Sophismus ist eine schöne alte griechische Rhetorik-Philosophieübung, aber keine brauchbare zeitgemäße Diskurs- oder Diskussionspraxis. Ganz im Gegenteil, die Sophisterei der gescheiterten Radio-Moderatoren und Alltagsfaschisten unserer Tage ist, im wahrsten Sinne des Wortes, brandgefährlich. Wenn zum Beispiel ein selbsternannter Internetmedienwichtel in seinem nervtötendem Schnellsprech einfach mal so pauschal Finanzkapital, Rothschilds und die Geschichte der Sowjetunion durchmixt und ins Mikrofon auskotzt, dann heißt das eigentlich gar nichts, aber es scheint eben eine Aussage zu sein. Die empörungsbesoffenen Sprachkonsumenten können sich dann, je nach Gusto, bedienen und sich ihre eigene Selbstermächtigung, zu was auch immer, zusammenbasteln. Genauso verhält es sich mit dem Schickelgruber-Scherz des oben gezeigten Typen. Getreu dem Motto "Ich kacke dich an und dann war es nur ein Scherz", das sich mit Stefan Raabs Volksverdummung TV-Total (Joseph Goebbels jubelte auch im Grab - "endlich wieder TOTAL") Bahn brach, wird aus Wiederbetätigung und Volksverhetzung ein Witz. Diese "Späße" kosten Leben, das Lachen bleibt dem denkenden Mitbürgern im Halse stecken, Meinungsfreiheit kann sich so schnell in ihr genaues Gegenteil verkehren. Mit solchen Leuten redet man nicht, und wenn, dann wird man selbst zu eben diesen Zeitgenossen, egal ob man privat unterwegs ist oder nur am rechten Rand Mitläufer abfischen will.

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