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Samstag, 31. Januar 2015

Griechenland rettet die EU, wer hätte das gedacht...

(Bild: Das deutsche Aufwärtsmodell für Eurorettung, Demokratieende und Russlandhass verlangsamt sich durch die demokratische Wahl der Griechen dramatisch, oder: Das Schiff wird so schnell nicht mehr fliegen-doch zuviel gespart.)

(Eine Polemik aus der Reihe "Nachrichten Reloaded")

Die schnellen Griechen, lassen die EU und die deutsche Finanzhegemonie über Europa ganz schön alt aussehen. Dass Rechtspopulisten in der Regierung sitzen, ist genauso erträglich oder unerträglich wie die rechtspopulistische CSU Fraktion in der deutschen Bundesregierung. Die Troika ablehnende Anel-Partei ist der rechtskonservative Empörtenteil des in Griechenland bereits abgestürzten Mittelstandes. In der doppelmoralbesoffenen Manier der europäischen Nord-Westler bricht jetzt eine Merkelei zusammen, die nie funktionieren konnte und auch nicht darauf ausgelegt war langfristig zu wirken, das Sparen diente einzig nur die Großanleger aus dem Desaster zu bringen und mit der Privatisierung noch ein Schnäppchen obendrauf zu generieren. Der Betrug der angeblichen Griechenrettung fliegt nun auf, schön für die Geschichtsschreibung, aber irr-relevant für die finanztechnischen Tatsächlichkeiten, die großen institutionellen Anleger sind mit europäischem Steuergeld schon fertig gerettet, die Griechen sind verarmt und haben davon keinen Cent gesehen und die Schulden werden, so oder so, den europäischen Steuerzahlern übergeholfen, die dann damit perfekt gegeneinander ausgespielt werden können. Schon überwirft sich der willfährige Teil der Journaille, von der TAZ bis zur FAZ, mit einer Konzern-Staats-Propaganda vom Ende des verlogenen Finanzmarktabendlandes, Untersektion Euro.

Den Russenboykott tragen die neuen Griechen auch nicht mit, über Nacht wird die Diskussion zum eurasischen Raum brandaktuell, vielleicht zahlt Putin noch Überbrückungsgeld. Die idiotische Boykottpolitik gegenüber Russlands wird von Athen, hoffentlich nicht nur ins wanken, sondern auch zum stürzen gebracht. Ein guter Geist geht um in Europa, Syriza treibt die Eu vor sich her, bestimmt die Themen, bringt Argumentationslinien auf den Tisch die Austeritätsmerkel als Handlangerin von perversen Marktinteressen bloßstellen. Alleine der aufklärerische Medienspektakeleffekt war die Wahl wert, die Griechen verschafften sich Gehör in der Welt. Das Politiktempo ist atemberaubend, die Reformen des Troikadiktates zerbröseln zu dem was sie sind, eine räuberische Privatisierungsorgie zu ungunsten der Griechen, dieser Raubzug wurde gestoppt. Die Oligarchen Griechenlands zittern, es wundert also nicht das den anderen europäischen Finanzhaien auch kühl wird. In Spanien steht der nächste Linksruck an, und die Position der Franzosen und Italiener wurde gestärkt, egal ob die das jetzt schon mitbekommen oder nicht. Alexis Tsipras bleibt zu wünschen, dass er weiter auf die Geschwindigkeit setzt und sich nicht von der Brüssel Nomenklatura erpressen läßt. Deutschland wäre gut beraten einfach mal die alte Kriegsschuld zu begleichen und in die Entwicklung anstatt in die Belieferung anderer zu investieren.

Zitat Gregor Gysi (Die Linke).../ Warum haften immer die Kleinsparer und nicht die mit großen Vermögen? In Griechenland sind die Schulden von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung auf 175 Prozent gewachsen. Die Wirtschaft ist um ein Viertel zurückgegangen. Die Löhne und Einkommen wurden um 35 bis 40 Prozent gesenkt. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 27 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit bei 60 Prozent. Der Mindestlohn ist um 20 Prozent gesenkt worden. Ein Drittel nimmt offiziell nicht mehr an der Krankenversicherung teil, inoffiziell sollen es 50 Prozent sein. Die Kindersterblichkeit ist um 43 Prozent gestiegen und die Selbstmordrate um 45 Prozent. Und das ist abgewählt worden. Statt Abbau des Südens, hätten wir ihn aufbauen müssen. Und dann hätten die auch alle Schulden zurückbezahlen können. Jetzt haften für 27 Prozent der Schulden unsere Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Quelle: ZDF, Maybrit Illner, Sendung vom 29. Januar 2015— hier: ZDF)../Zitat Ende

"Mehr Mut zu Intoleranz gegenüber der Freiheit" wird zu einem interessanten Denkansatz bezüglich der Ablehnung der Wähler Griechenlands zur Austeritätspolitik der EU infolge von Freiheit für alles was mit Wirtschaft und Geschäftemacherei zu tun hat.

Die Griechen machen Politik, sie kippen hoffentlich TTIP und Co. und Europa muss laufen. Bekanntlich ist Bewegung gut für die Gesundheit, das rettet vielleicht die EU - wer hätte das gedacht.

und... Zitat: Telepolis- Peter Nowak 01.02.2015 .../ Syriza ist es nun gelungen, diese Gruppierungen in ein Bündnis einnzubinden, das emanzipatorische statt nationalistische Lösungsmodelle möglich macht. Dafür braucht eine linke Organisation eine gewisse Hegemoniefähigkeit, die sie in Deutschland bisher nicht hat. Das kann auch ein Menetekel für Griechenland sein. Denn, ob das Experiment dort gelingt, hängt von den sozialen Bewegungen nicht zuletzt auch in Deutschland ab. Die Äußerungen verschiedener Politiker von Union bis SPD deuten darauf hin, dass sie den Aufbruch in Griechenland einhegen und möglichst zerstören wollen, damit er erst gar nicht europaweite Ausstrahlung bekommt. Eine solche standortnationalistische Politik würde die Rechte in Griechenland ebenso stärken wie die AFD. ... Zitat Ende.

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