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Montag, 21. November 2016

Schrödingers Österreich


(Bild: Das Quantenpolitische ist kein Spiel und mit Katzen hat es auch nicht wirklich was zu tun...)

Quantenpolitik für Dummys

Vor 80 Jahren sperrt Schrödinger theoretisch eine Katze in eine Stahlkammer und erschafft dadurch ein Paradoxon, das in den folgenden Jahrzehnten (bis heute) viel zitiert und diskutiert wird.

In dem Gedankenexperiment sperrt der Wiener Physiker eine Katze mit einer winzigen Menge eines radioaktiven Präparats, einem Geigerzähler, einem Hammer und einer Giftampulle in eine Kiste. Jetzt wird klar, dass es nicht um eine niedliche Katze und ihr Spielzeug geht, sondern um Leben und Tod. Schrödinger selbst nannte seine theoretische Versuchsanordnung eine "Höllenmaschine".

Die einzelnen Elemente in der Kiste sind alle voneinander abhängig. "Lange Zeit kann nichts passieren und plötzlich, zu einer beliebigen Zeit, kann das Präparat zerfallen". Der Zufall, der plötzliche Zerfall des radioaktiven Isotops, löst den Geigerzähler aus, welcher den Hammer betätigt, dieser Hammer zerschlägt die Giftampulle. Die Katze werde vergiftet und sterbe. Was ist also, wenn die Kiste nicht geöffnet wird?

Das teuflische Konstrukt könnte die Katze auch am Leben lassen. Wenn das Präparat, das radioaktive Isotop, nicht zerfallen ist, dann lebt die Katze. Aber wenn ich von draußen nicht in die Kiste schauen kann, was ist die Katze dann? Tot und lebendig."

Durch das nicht vorherseh- und vorhersagbare Verhalten der radioaktiven Substanz bleibt das Schicksal der Katze bis zum Öffnen der Kiste ungewiss. Für den Verbleib der Katze gibt es keine definitive Antwort mehr, was aber den physikalischen Gesetzen widerspricht. Schrödinger hat mit seinem Gedanken-Experiment zeigen wollen, dass es sehr wohl eine Überlagerung von Zuständen geben könne. Es handle sich dabei jedoch nicht um eine Überlagerung aus 'Katze tot' und 'Katze lebendig', sondern aus 'Katze tot' und 'Giftampulle zerbrochen' oder eben aus 'Katze lebendig' und 'Giftampulle intakt'.

Mit anderen Worten, in der Kiste ist jede Möglichkeit zeitgleich vorhanden, erst die Messung, also die Überprüfung des Tatsächlichen, ergibt ein Ergebnis, das aber wiederum von dieser Messung bestimmt wird - hätte man nicht nachgeguckt, würde man den Zustand der Katze nicht erkennen können, sie bliebe also tot und lebendig zugleich.

Die Bundespräsidentenwahl in der österreichischen Region Europas erinnert an dieses paradoxe Gedankenexperiment zur Quantenphysik. Österreich ist die Kiste, menschliche-demokratische Politik ist die Katze, die Vernunft ist das radioaktive Isotop, Wutbürger und Finanzmarktmafiosi sind der Geigerzähler, schlagende Retro-Faschisten und Identitäre sind der Hammer und die FPÖ ist das Gift das die Katze umbringt.

Vielleicht sollte die FPÖ darauf bestehen, die Briefe der Briefwähler nicht zu öffnen, sollte das Rennen ähnlich knapp wie beim letzten Wahlversuch sein, wären dann beide Kandidaten gleichzeitig Präsident oder eben nicht. Diese tatsächliche Blockade könnte das leidig-obsolete Amt des Bundespräsidenten, das nicht zur Präsidialrepublik führen darf (es wäre ein Rückschritt in Leid und Totalitarität), in ein quantenpolitisches Tatsachenwölckchen auflösen und ersatzlos abschaffen. Mit dem gesparten Steuergeld ließe sich die "Kiste" allemal sozial ausbauen ...

Generell ist anzunehmen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerlei "Schrödinger Katzen" in Kisten schlummern. Am klügsten wäre, wir schauen europaweit so schnell wie möglich in diese Gebinde des Irrsinns um die Geigerzähler, Hämmer und Gifte zu neutralisieren. Der Punkt ist die Schachtel aus Wirtschaftsinteressen, Finanzeliten und Mitläufern, die muss weg, denn dann würde auch der dümmste Hammer dahinterkommen, dass er sich selbst auf den wirren Kopf schlägt. Noch hat Österreich einen menschlichen und einen unmenschlichen Bundespräsidenten, am 04.12.2016 machen wir die Dose auf - mal sehen.

***************************************************************************** Wenn Angst und Bösartigkeit zur Vernunft wird, ist Widerstand Pflicht.

Rinks und Lechts - ist nicht die Frage.

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