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Mittwoch, 6. Juni 2012

Tacheles "Menschenzaun" auf der dOCUMENTA (13)

Der Menschenzaun bricht auf und ein, am 24.03.2012 wird das Tacheles von den, im Kunsthaus verschanzten, Investorensecuritystaffeln geräumt und an die Berliner und Künstler zurückgegeben. (Foto: Petrov Ahner)


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Hier die Einladung des Kreuzberg Pavillions an die Tacheleskünstler auf der dOCUMENTA(13) den "human fence 2012" zu zeigen.

"...Uns interessiert es, inmitten von Leuchtturmevents wie der documenta, zu zeigen, wie es selbstorganisierten künstlerischen Strukturen in Deutschland und Europa geht.

Wir überprüfen die politische Öffnung der documenta, die einen offenen Brief als Einladung an die Occupy-AktivistInnen verfasst hat. Das Tacheles steht für eine offene, nicht ausschlußproduzierende, den herrschenden Verhältnissen gegenüber kritischen Institution in Berlin, die von internationalen KünstlerInnen, AktivistInnen und FreundInnen getragen und verteidigt wird.

Den Artist Fence nach Kassel zu bringen, könnte sowohl den in Berlin stattfindenen Belagerungszustand als auch das demokratische Problem thematisieren, das nicht dadurch vom Tisch ist, in dem man AktivistInnen der Occupy- oder anderer Bewegungen in eine Kunstausstellung integriert...."


Gerne kommen wir dieser Einladung nach und beglücken Kassel Ende Juli. The human fence war die Verteidigungsstrategie gegen den Versuch der Zwangsverwalter, der Investoren und HSH Nordbank das Kunsthaus Tacheles für die Öffentlichkeit zu schließen.

Die Präsentation des Tacheles, der Geschichte der Übernahmenversuche durch private Investoren und die grenzlegalen Verstrickungen zwischen Politik und Wirtschaft auf Kosten der Mehrheiten der Gesellschaften werden in diesen Zaun eingeflochten und damit den Versuch unternehmen, die Wirklichkeit von den Realität(en) zu trennen, um vielleicht das Tatsächliche zu enttarnen. So wie Zaun, Mauer und elektrische Ausgrenzung die alten/neuen Medien/Werkzeuge des Neofeudalen markieren, so ist der Menschenwall die Counterstrategie über den Umweg des weithin Sichtbaren.

Blockupy ist die zur Zeit erfolgreichste politische Bewegung hierzulande, die in einer Art "Masse gegen Rasse" (oder auch "Menge gegen Enge") die Agenda der "Freiheit und Demokratie durch soziale Gerechtigkeit" im Öffentlichen installiert.

Die faktisch globale Systemkrise zerstört soziale, kulturelle und demokratische Strukturen zugunsten einer Bande schlauer aber unintelligenter, skrupelloser Räuber. Mittelstand, Rechtsanwaltsindustrie und Staatsdiener werden aus kreatürlicher Existenzangst heraus automatisch zu Handlangern und Bediensteten des Raub- bzw. End"kapitalismus". Claims sind abgesteckt, Konzernstrukturen, mittelalterlichen Burg- und Wehrnetzwerken gleich, sind errichtet. Paramilitärisch abgegrenzte Geschäfts- und Lebensräume belegen dies klar erkennbar. Das neufreiheitliche, legale Ganoventum weiss aber selbst nicht was es tut, es folgt nur einer perversen Freiheits/Wachstumslogik, und ist damit dazu verdammt, eine 2000 Jahre zurückliegende Geschichte des Verfalls und Niedergangs zu wiederholen. Der Wall als Zaun, Mauer oder Securitystaffel ist also nur eine schreckliche aber abgrundtief einfallslose Wiederholung von Geschichte auf billigem "Automobilzivilisations"-niveau.

Der Menschenzaun stellt nichts anderes als die ädequate Antwort auf die rückwärtsgewandten Entwicklungen unserer Gesellschaften dar. Schon nimmt die Inflation den Menschen das Geld aus den Händen, "um zu konsumieren, muss man sich TOTAL verkaufen" (Konsumsklaverei, Konsumfaschismus), diese Mechanik bekommt eine schreckliche Dynamik, Menschenhandel ist wieder eine Wachstumsbranche. Um Zäune zu verhindern, muss man Menschenzäune installieren, die Frontstellung ist demnach Menschen gegen Material. Diese Erkenntnis ist ernüchternd, führt sie uns doch schon wieder in dunkle Vorneuzeit. The human fence kann aber auch als Bewegung gelesen werden, die auf Vor-schritt und Entwicklung besteht, die die Errichtung von Wällen der Dummheit erschwert und somit Räume öffnet. Im Kunsthaus Tacheles ist dies, zumindest vorübergehend, gelungen.

28.07.2012 dOCUMENTA(13) the human fence / Menchenzaun - by Artists of Tacheles/Berlin


Eine Kette aus Symphonikern liegt quer durch den goldenen Saal des Tacheles und verhindert, im bitterkalten Februar 2012, die Raumnahme durch das unmenschlich Kulturlose.

RETTET DIE KUNST; BERLIN UND TACHELES BITTE SCHREIBT SOLIMAILS.....

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