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Donnerstag, 28. September 2017

Dercon, wir wollen Ihren Vertrag sehen - die Kriminalisierung der Volksbühnen-Besetzer geht auf Ihr Konto.


(Bild: Das neue Programm an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist noch nicht, obwohl die Idee mit den echten Bullen, durchaus Witz hätte und ausbaufähig wäre....)

Berlin hat den besten Kultursenator seit langem, er hat im Fall der Volksbühnenbesetzung, besonnen und klug gehandelt. Am Ende hatte Klaus Lederer aber keine andere Möglichkeit, als die Smartphone-Kinder-Künstler und tatsächlich - gestrigen "soziale Skulptur-transmediale Kunst-Gentrification-Labertaschen" der Generationen 40+, friedlich mit einem annehmbaren Angebot, aus großen Teilen des Hauses zu weisen. Dercon aber, hat scharf gemacht und damit die Polizei und Berlin missbraucht.

Dercon selbst hat Anzeige erstattet und damit bewiesen, dass er auch keinerlei Talent bezüglich öffentlichem Auftreten oder gar Inszenierung besitzt, sondern lediglich ein Kenner von Intrigenmechaniken ist. Nicht die Besetzer, deren Motivation durchaus vor-schrittlich war und auch nicht der Kultursenator, der ein in den Brunnen geworfenes Theater erbte, sind gescheitert. Sondern Dercon persönlich hat in dieser Angelegenheit, die gerade für ihn eine Chance hätte sein können, zur Gänze versagt, er sollte unverzüglich gehen. Die "Abwürgung" der Besetzung- die Besetzung selbst und das Polit-Chaos der paar Tage "Machtfrage in der Mitte des Investmentruinen-Berlin" bzw. deren Kriminalisierung, fällt in seinen Verantwortungsbereich.

Superpeinlich für diesen Ausstellungsmacher ist, dass gerade Klaus Lederer, entgegen seiner perönlichen Haltung zu Dercons Volksbühnenverkrüppelung, dem Mann noch den Allerwertesten gerettet hat. Ein Treppenwitz der Berliner Kulturgeschichte (aber davon gibt es viele..) und ein Zeichen für die integre Persönlichkeit des amtierenden Kultursenators.

Wenn man nicht wüsste, dass diese Posse in Berlin passiert ist, könnte man auch meinen, es ginge um ein Heimatmuseum in tiefster deutscher Provinz, beispielsweise Würselen. Leider spielt dieses Amateurstück aber auf der Hauptstadtbühne, die Oberverbocker sind schon in der Versenkung verschwunden, oder kopieren den "wirken durch nichthandeln-Trick" der deutschen Borgkönigin Merkel. Bürgermeister Müller`s Schweigen, als einfach zu durchschauender Plagiatsversuch.
Müller, Dercon und wie hieß der damalige Staatssekretär noch gleich (?), sollten den 5 Jahresvertrag zur Volksbühnen-Intendanz sofort auf den Tisch legen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf. Es ist egal ob es eine Verschwiegenheitsklausel gibt oder nicht, diese Angelegenheit ist von öffentlichem Interesse, sie ist eine Kulturfrage die bis in die Zukunft wirken wird. Her mit der Gerechtigkeit für die sich die SPD angeblich so stark macht und her mit der Partizipation die der VB-Intendant so nonchalant propagiert.

Die Räumung war durchaus auch, künstlerisch betrachtet, im Sinne der Besetzer aber auch Dercons letztlichem Finanzkulturbegriffes - das Leben ist eine Performance, alles ist Inszenierung und heute gab es eben ein erstes Finale, sogar mit echter Polizeieinlage. Der Vorhang ist gefallen - Dercon kann jetzt mit seinem Team, selbstverliebt mit riesen Schritten in die Vergangenheit schreiten ... nur eines ist dann doch schade - das staatlich subventionierte Theater Volksbühne und die geförderte Kunst entwickeln vorrausichtlich kaum mehr etwas für die Zukunft ... die Revue der 20er und 30er Jahre kehrt, ab und an digital maskiert, auf die Bühnen der Welt zurück. Was für ein neuabsolutistischer Unfug - erzreaktionär und unbrauchbar. Das könnte sogar der FDP-Schönling Lindner besser.

Berlin braucht Lederer, Berlin braucht die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin braucht keinen Neusprech-Dercon (NLP und Esoterik sind out) - Kunst geht anders, Spektakel bis hin zu Teilen des "modernen" Tanztheaters, sollten sich von selbst tragen oder sie sind eben schlecht. Nur weil man ideenlos in einer Ecke tanzt, ist dies noch lange keine Hochkultur die es zu erhalten gilt.

Die nächste Generation schafft es ja auch, ihre sehr oft hochspannenden Kunst- oder Musikfestivals über die manipulierten "freien" Märkte zu finanzieren. Ihr Anteil an der Attraktivität dieser Stadt ist höher, dynamischer und gesellschaftskritischer als der offizielle Kulturbetrieb. Im übrigen würde ja auch niemand auf die Idee kommen, die Rolling Stones, aus der Geriatrieabteilung des Rockbusiness, mit Millionen von Euros an Steuergeld zu subventionieren.

Dank an Klaus Lederer für die vorläufige Klärung der Situation und Dank an die Besetzer für ihre Performance - weiter so - Angebot annehmen und Stachel im Fleische Dercons sein - wenn dies noch möglich ist.

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