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Montag, 21. September 2015

Der Berliner ARTfake ist vorbei


(Bild: Entgegen der Selbstbeweihräucherung der Berliner Restmedien sah das Publikum die Artweek 2015, eigentlich wie immer, als Möglichkeit überzählige Pfunde loszuwerden.)

Eine Berliner Programmzeitschrift, die dem Internet leider immer noch nicht zum Opfer gefallen ist, titelte anlässlich der ART WEEK 2015: "Kunst ist die neue Leitkultur", der Laie staunt und der Fachmann wundert sich. Kunst ist also Leitkultur, das bedeutet Selbstausbeutung, Kopie, Dekoration und Unterwerfung unter das Diktat der Kuratoren (Manager) sind die leitenden Elemente unserer Kultur - das ist zweifelsfrei richtig - auch eine blinde Programmzeitschrift findet manchmal ein Korn. Was die Zeitung aber versäumt zu bemerken ist, dass derlei Leitkultur mit "Unkultur, die die Leitung immer wieder an sich reißt, und wenn es sein muss mit nackter Gewalt" beschrieben werden müsste, dies ist aber ein alles andere als erstrebenswerter Zustand.

Die Kunstwoche, die nur ein paar Tage dauerte, für das Berliner Kulturmanagement dauert die Woche nur von Donnerstag bis Sonntag (Schelm ist, wer da an Bildungslücke denkt) war eine langweilige Dekorationsmesse. Wiederholungen, Kopien und schlechte Zitate prägten auch dieses Jahr die Gunstwoche. Handwerklich kann man den einzelnen Künstlern nur gratulieren, sie verstehen ihr Handwerk, die Werke sind technisch meistens von hoher Qualität und durchaus nicht so schlecht. Inhaltlich aber wirft die Einfallslosigkeit der Art Week ein bezeichnendes Bild auf den Zustand der Kunst, ungewollt selbstkritisch vermitteln die gezeigten Werke nur eine Botschaft: "Der Kunst-Betrug ist vorbei".

Galerienstampeden und Kulturmanagementumtriebe ruinieren leider nicht nur den Kunstmarkt sondern auch die Kunst. Die Künstler sind gezwungen Gefälliges oder faktisch Unpolitisches, weil lange schon kein Thema mehr, als Politisches zu verbrämen, sie müssen ja existieren, damit sind sie dem Kuratorenunwesen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Verloren geht dabei vor allem die schöpferische Kraft des Kreativen per se, zurück bleibt ein Kunstschwindel ohne Relevanz.

Schön, dass mancher Kunstliebhaber ein Stück für seine Wohnungseinrichtung günstigst erstehen konnte, es sei allen Beteiligten von Herzen gegönnt. Unschön ist, dass die öffentliche Hand dafür Steuermittel zur Verfügung stellt, obwohl ein (G)Kunst-Super-Markt ja eigentlich ohne Subventionen und der daraus resultierenden Wettbewerbsverzerrung auskommen müsste. Fatal ist dies vor allem, weil gleichzeitig Atelierräume immer unerschwinglicher werden, spannende Projekte keine Unterstützung erhalten und der Selbstbetrug der Stadt Berlin, sie wäre die Kunstmetropole, weitergetrieben wird.

Abgesehen von den peinlich-gierigen Eifersüchteleien der Kunst- und Galerieszenen der Stadt, hat die Art Week keinen Unterhaltungswert mehr. Noch kommt Geld über die betrogenen, von den meisten Kulturfuzzis verachteten, Kunst-Touristenmassen herein. Jeder Schwindel fliegt aber irgendwann auf, das nicht zu vernehmende Echo der internationalen Aufmerksamkeit zeigt, dass der Hype um Berlin längst vorbei ist. Kein Wunder, wen interessiert schon eine mittelmäßige, europäische Großstadt als Performer seiner selbst, Berlin als Selfie ist eine schlechte Karikatur seiner Gegenwart und sonst gar nichts.

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