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Freitag, 25. Januar 2013

Anwälte und Geheiminvestoren ignorieren Behörden - ein neofeudales Lehrstück...

(Bild: Die Zäune rund um das Gelände des ehemaligen Tacheles wurden wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten mit weißer Folie so verkleidet, dass heute am Freitag 24.01.2013 Fotos nur durch ein "Loch" an der Friedrichstrasse möglich waren. Hintertüren des Tacheles sind offen, Personenverkehr wie in den vergangenen beiden Tagen, in das seit Juli 2012 baupolizeilich gesperrte Kunsthaus.)

(Bild: Das Opfer wird vermarktet währenddessen es geschlachtet wird, Hollywood Produktion im vom Bauamt gesperrten Tacheles, am 23.01.2013)




BRIEF AN DIE DAS BAUAMT BERLIN MITTE 24.01.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende Juli 2012 wurde seitens Ihrer Behörde "bis zur Herstellung des bauordnungsrechtlich genehmigten und brandschutztechnisch sicheren Zustandes die Nutzung des gesamten Tacheles-Gebäudes mit sofortiger Wirkung untersagt."

Die Künstler des Kunsthauses Tacheles kamen der Aufforderung sofort nach. Trotz angestrengter Versuche die brandschutzrechtlichen Auflagen und andere sicherheitstechnischen Bedingungen bestimmungsgemäß herzustellen, ist es nicht gelungen eine Aufhebung der Nutzungsuntersagung durch Ihre Behörde zu erreichen. Die Künstler verließen daraufhin am 4. September 2012 das Gebäude und das Kunsthaus Tacheles wurde somit an dieser Stelle nachhaltig beendet.

Seit nunmehr zwei Tagen (22. und 23.1.2013) ist zu beobachten, dass eine große Anzahl von Personen (hunderte) das Gebäude über die Hintereingänge des Haupttreppenhauses und des ehemaligen Cafe Zapata betritt. Augenscheinlich handelt es sich dabei um Dreharbeiten zu einem Film und die hunderte Personen sind überwiegend "szenetypisch" verkleidete Komparsen.

Besonders perfide ist in diesem Zusammenhang, dass die Zäune rund um das Gelände des ehemaligen Tacheles wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten mit weißer Folie so verkleidet wurden, dass sich daraus ein beinah hundertprozentiger Sichtschutz ergibt. Dieser verhindert, dass Polizei oder auch Ihre Behörde auf das Betreten des gesperrten Gebäudes durch eine große Anzahl von Personen aufmerksam wird. Oranienburger Straßen seitig ist die Fensterfront des Cafes neu mit Folie verhangen, alle Türen, wie seit Schließung des Tacheles, fest versperrt, um auf diese Weise den Filmbetrieb im Kunsthaus zu verheimlichen.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse im Juli 2012 möchten wir darauf hinweisen, dass Anwalt Dr. Michael Schultz und die Zwangsverwalter des Geländes Schwemer Titz und Tötter die Anzeigen bezüglich der Sicherheitsbedenken einbrachten. Es verwundert doch sehr, dass genau diese Herrschaften heute das Tacheles an Filmproduktionen vermieten und den freien Zugang für Schauspieler, Techniker und Komparsen durch die Hintereingänge gewährleisten.

In diesem Sinne ist es nun an uns, Sorge um das Allgemeinwohl zum Ausdruck zu bringen. Im konkreten Fall gegen die oben genannten Anwälte hiermit Anzeige zu erstatten und Sie freundlichst aufzufordern für die Sicherheit der Filmschaffenden unverzüglich zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

das Tacheles Team


--
Kunsthaus Tacheles

www.tacheles.de | office@tacheles.de

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Kommentare:

  1. ‎"Ein Sprecher des Studios Babelsberg (für Dreharbeiten zuständig) sagte am Freitag: „Soweit ich weiß, wurde alles im Vorfeld überprüft.“"

    Ist doch irgendwie pervers ! Auf der einen Seite werden die Künstler, durch die dieses Gebäude erst weltweit bekannt wurde, wie Dreck behandelt und aus dem Haus geworfen, und dann verdienen die Kulturbarbaren auch noch Geld mit dem durch die Künstler erarbeiteten Bekanntheitsgrad des Tacheles, indem sie das Haus für Dreharbeiten vermieten. Die Einnahmen für den Dreh stehen meiner Meinung nach den Künstlern zu. Da sollte man mal ein paar Solimails an das Filmstudio lostreten!

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  2. Nun, ob´s dem Film um "Tacheles" oder nur die Kulisse geht, ist unklar, der Weg von Dr.Schulz nach Babelsberg scheint ohnehin kurz und dem Filmstudio sollte die Tachelesgeschichte bekannt sein, so unter lokalen Kulturschaffenden!

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